Pfund Sterling Bullen wirken vor dem britischen VPI zögerlich; GBP/USD durch 200-Tage-SMA begrenzt

Quelle Fxstreet
  • GBP/USD gewinnt wieder an positiver Dynamik, da Hoffnungen auf eine Deeskalation des Iran-Kriegs den USD belasten.
  • Wetten, dass die BoE im April die Zinssätze anheben könnte, wirken als Rückenwind für das GBP und die Kassakurse.
  • Händler blicken nun auf die neuesten britischen Verbraucherpreisdaten für kurzfristige Chancen.

Das Währungspaar GBP/USD zieht während der asiatischen Sitzung am Mittwoch frische Käufer an, wobei die Bullen noch auf eine nachhaltige Stärke über dem einfachen 200-Tage-SMA warten, bevor sie neue Wetten eingehen. Die Kassakurse notieren derzeit im Bereich von 1,3420–1,3425 und liegen damit 0,10 % im Plus für den Tag, während sich der Fokus nun auf die britischen Verbraucherpreisdaten richtet.

Das britische Office for National Statistics (ONS) wird heute um 07:00 GMT den Verbraucherpreisindex (VPI) für Februar veröffentlichen, vor dem Hintergrund des hawkishen Ausblicks der Bank of England (BoE). Letzte Woche signalisierte die britische Zentralbank eine mögliche Zinserhöhung bereits im April angesichts von Inflationsängsten, die durch den Iran-Krieg ausgelöst wurden. Dies deutet darauf hin, dass die Marktreaktion auf die Daten wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein wird, sodass das GBP/USD-Paar den Preisdynamiken des US-Dollars (USD) und geopolitischen Entwicklungen ausgeliefert bleibt.

Berichten zufolge laufen diplomatische Bemühungen, einen einmonatigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zu etablieren. Dies weckt Hoffnungen auf eine Deeskalation der Spannungen und stärkt das Vertrauen der Investoren. Zudem mildern niedrigere Ölpreise die inflationsbedingten Sorgen und lösen einen weiteren Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen aus. Dies untergräbt wiederum den Status des Greenbacks als Reservewährung und wirkt als Rückenwind für das GBP/USD-Paar, wenngleich das Ausbleiben von Anschlusskäufen bei den Bullen Vorsicht gebietet.

Daher ist es ratsam, auf einen nachhaltigen Ausbruch über den technisch bedeutenden 200-Tage-SMA zu warten, bevor man sich für eine Ausweitung der jüngsten Erholung vom Jahresanfangstief, das Anfang dieses Monats erreicht wurde, positioniert. Nichtsdestotrotz scheint der oben genannte fundamentale Hintergrund zugunsten der Bullen geneigt zu sein und unterstützt die Aussicht auf eine weitere kurzfristige Aufwertung.

Wirtschaftsindikator

Verbraucherpreisindex (Jahr)

Der Verbraucherpreisindex (VPI) des Vereinigten Königreichs wird monatlich vom Office for National Statistics veröffentlicht und misst die Inflationsrate – also die Veränderung der Preise für von privaten Haushalten gekaufte Waren und Dienstleistungen. Die Berechnung erfolgt nach internationalen Standards. Der VPI ist das zentrale Inflationsmaß, das auch zur Zielsetzung der britischen Regierung herangezogen wird. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entwickelt haben. Ein hoher VPI-Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).

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Nächste Veröffentlichung: Mi März 25, 2026 07:00

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: -

Vorher: 3%

Quelle: Office for National Statistics

Die Bank of England hat die Aufgabe, die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), bei etwa 2 % zu halten, was der monatlichen Veröffentlichung eine große Bedeutung verleiht. Ein Anstieg der Inflation signalisiert eine schnellere und frühere Erhöhung der Zinssätze oder die Reduzierung der Anleihekäufe durch die BOE, was eine Verknappung des Angebots an Pfund bedeutet. Umgekehrt deutet ein Rückgang des Tempos des Preisanstiegs auf eine lockere Geldpolitik hin. Ein höher als erwartetes Ergebnis ist tendenziell GBP-bullish.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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