EUR/GBP gibt am Mittwoch in Richtung 0,8610 nach, wobei der Wechselkurs durch die relative Schwäche des Euro (EUR) gegenüber einem durch geldpolitische Erwartungen im Vereinigten Königreich (UK) gestützten Pfund Sterling (GBP) unter Druck steht. Die neuesten makroökonomischen Indikatoren aus der Eurozone senden gemischte Signale und verstärken die Sicht auf eine fragile wirtschaftliche Erholung, was das Aufwärtspotenzial der Gemeinschaftswährung einschränkt.
In der Eurozone lag der HCOB Services Purchasing Managers Index (PMI) im Januar bei 51,6, einem Viermonatstief, unter den Markterwartungen und stark rückläufig im Vergleich zu Dezember. In Deutschland bestätigt die Abwärtsrevision des HCOB Services PMI auf 52,4, dass die Aktivität in der größten Volkswirtschaft der Region gedämpft bleibt. Diese Zahlen heben die Fragilität des wirtschaftlichen Momentums hervor und belasten die fundamentale Attraktivität des Euro.
Im Hinblick auf die Inflation setzen die Preisdruck weiterhin nach. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HICP) der Eurozone stieg im Januar um 1,7% im Jahresvergleich, was den Erwartungen entspricht, aber im Vergleich zu 1,9% im Dezember zurückging, während die Kerninflation stabil bei 2,3% blieb. Laut TD Securities wird diese Disinflation hauptsächlich durch die Energiepreise getrieben und dürfte die Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) kurzfristig nicht ändern, da dieser Schritt von den Entscheidungsträgern weitgehend erwartet wurde.
Es wird allgemein erwartet, dass die EZB die Zinssätze bei ihrer geldpolitischen Ankündigung am Donnerstag unverändert lässt.
Auf der Seite des Vereinigten Königreichs wird das Pfund Sterling durch die Erwartungen vor der bevorstehenden geldpolitischen Entscheidung der Bank of England (BoE) gestützt, die ebenfalls für Donnerstag angesetzt ist. Die Anleger erwarten, dass die Zentralbank ihren Leitzins bei 3,75% belässt, nach einer Senkung um 25 Basispunkte im Dezember. Die Märkte rechnen auch mit einer Bestätigung eines schrittweisen geldpolitischen Lockerungspfades.
Die Anleger werden auch den vierteljährlichen Geldpolitischen Bericht der Bank of England im Auge behalten, der aktualisierte Einblicke in die Inflationserwartungen für die nächsten zwei Jahre und den aktuellen Zustand der britischen Wirtschaft bieten wird.
Die Aktivitätsdaten im Vereinigten Königreich bleiben insgesamt unterstützend. Der S&P Global UK Services PMI wurde im Januar auf 54 revidiert, leicht unter der vorläufigen Schätzung von 54,3, aber deutlich höher als die 51,4 im Dezember, was den höchsten Stand seit August markiert. Diese Verbesserung der Aktivität im Dienstleistungssektor bietet kurzfristige Unterstützung für das Pfund Sterling.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.09% | -0.07% | 0.69% | 0.21% | 0.05% | 0.59% | 0.16% | |
| EUR | -0.09% | -0.16% | 0.61% | 0.12% | -0.04% | 0.51% | 0.07% | |
| GBP | 0.07% | 0.16% | 0.75% | 0.27% | 0.12% | 0.66% | 0.23% | |
| JPY | -0.69% | -0.61% | -0.75% | -0.46% | -0.62% | -0.09% | -0.51% | |
| CAD | -0.21% | -0.12% | -0.27% | 0.46% | -0.16% | 0.37% | -0.05% | |
| AUD | -0.05% | 0.04% | -0.12% | 0.62% | 0.16% | 0.54% | 0.11% | |
| NZD | -0.59% | -0.51% | -0.66% | 0.09% | -0.37% | -0.54% | -0.43% | |
| CHF | -0.16% | -0.07% | -0.23% | 0.51% | 0.05% | -0.11% | 0.43% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.