Das britische Pfund (GBP) stärkt sich am Dienstag gegenüber dem japanischen Yen (JPY), da der Yen aufgrund von Marktbedenken über die expansive Fiskalpolitik von Premierministerin Sanae Takaichi unter breitem Druck bleibt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird GBP/JPY nahe 213,26 gehandelt und steigt zum dritten Mal in Folge.
Das Interesse der Anleger richtet sich ganz auf die vorgezogene Wahl in Japan am 8. Februar, nachdem Premierminister Takaichi das Unterhaus letzten Monat aufgelöst hat. Eine entscheidende Mehrheit für die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) würde als Stärkung von Takaichis Mandat angesehen, um mit einer expansiveren Fiskalpolitik voranzukommen, was Bedenken weckt, dass höhere Staatsausgaben die bereits hohe öffentliche Schuldenlast Japans erhöhen könnten.
In der Zwischenzeit bleibt die übermäßige Schwäche des Yen ein zentrales Anliegen der japanischen Behörden. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Dienstag, dass sie sich nicht dazu äußern würde, ob eine Intervention am Devisenmarkt durchgeführt wurde, nachdem Marktberichte über eine sogenannte "Zinsprüfung" kurzzeitig eine vorübergehende Korrektur des Yen ausgelöst hatten.
Katayama fügte hinzu, dass Japan weiterhin eng mit den US-Behörden koordinieren werde, basierend auf der gemeinsamen Erklärung zwischen Japan und den Vereinigten Staaten, die im September letzten Jahres veröffentlicht wurde, und angemessen reagieren werde, wobei die Interventionsrisiken im Fokus bleiben.
Auf der Datenfront ist der japanische Wirtschaftskalender in dieser Woche relativ leicht, sodass das Augenmerk auf dem Vereinigten Königreich liegt, wo die Bank of England (BoE) am Donnerstag ihre Zinsentscheidung bekannt geben wird.
Die Märkte erwarten allgemein, dass die BoE die Zinssätze am Donnerstag bei 3,75 % belässt. Die Entscheidung erfolgt, da der Inflationsdruck hoch bleibt, wobei der Verbraucherpreisindex (VPI) im Dezember im Jahresvergleich auf 3,4 % anstieg, nach 3,2 % im November.
Die Anleger sehen jedoch weiterhin Spielraum für Zinssenkungen später in diesem Jahr, nachdem die politischen Entscheidungsträger bei ihrem vorherigen Treffen gesagt hatten, dass das Ausmaß und der Zeitpunkt weiterer Lockerungen davon abhängen würden, wie sich die Inflationsprognose entwickelt, und dass die Politik voraussichtlich einem allmählichen Abwärtstrend folgen wird.
Die Bank of England (BoE) trifft ihre Zinsentscheidung am Ende jeder ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr. Verfolgt die BoE einen restriktiven (hawkischen) Kurs in Bezug auf die Inflation und hebt die Zinsen an, wird das in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet. Umgekehrt gilt: Eine lockere (dovishe) Haltung mit gleichbleibenden oder sinkenden Zinssätzen wird meist als negativ (bearish) für das GBP interpretiert.
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Quelle: Bank of England