Das Pfund Sterling (GBP) steigt am Dienstag stark gegenüber seinen wichtigsten Peers und klettert auf fast 1,3480 gegenüber dem US-Dollar (USD), nach der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten des Vereinigten Königreichs (UK) für die drei Monate bis November. Der Arbeitsmarktbericht zeigte, dass die Arbeitslosenquote bei 5,1% stabil blieb, während ein Rückgang auf 5% erwartet wurde.
Der Bericht zeigte auch, dass die Wirtschaft 82.000 neue Arbeitskräfte hinzufügte, nachdem die Erwerbsbevölkerung in den drei Monaten bis Oktober um 17.000 gesenkt wurde.
In der Zwischenzeit stiegen die Durchschnittsverdienste, ein wichtiger Indikator für das Lohnwachstum, im Quartal bis November moderat. Die Durchschnittsverdienste ohne Boni wuchsen mit einer annualisierten Rate von 4,5%, wie erwartet, langsamer als der vorherige Wert von 4,6%. Der Lohnwachstumsindikator, einschließlich Boni, stieg um 4,7%, schneller als die Erwartungen von 4,6%, aber langsamer als die frühere Veröffentlichung von 4,8%, die von 4,7% nach oben revidiert wurde.
Anzeichen für ein nachlassendes Lohnwachstum und eine stabile Arbeitslosenquote würden die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Bank of England (BoE) in naher Zukunft anheizen.
Für weitere Hinweise auf die Zinserwartungen im Vereinigten Königreich werden die Anleger auf die Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) für Dezember achten, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Der britische CPI-Bericht wird voraussichtlich zeigen, dass der Preisdruck weitgehend stabil blieb.
In der vergangenen Woche erklärte Alan Taylor, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses (MPC) der BoE, dass die Inflation möglicherweise schneller als bis 2027 auf das Ziel von 2% der Zentralbank zurückkehren könnte, und prognostizierte, dass die Zinssätze „eher früher als später auf das neutrale Niveau normalisieren“ könnten. In der Sitzung im Dezember wies die BoE darauf hin, dass die Geldpolitik auf einem „allmählichen Abwärtspfad“ bleiben wird.

GBP/USD steigt zum Zeitpunkt des Schreibens auf fast 1,3480. Der Preis hält sich knapp über dem 20-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3433, was die kurzfristige Neigung unterstützt. Der 20-Tage-EMA hat sich abgeflacht, was auf eine Konsolidierung nach dem vorherigen Anstieg hinweist.
Der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) bei 57 (neutral) spiegelt ein ausgewogenes Momentum mit einer positiven Tendenz wider.
Gemessen vom Hoch bei 1,3789 bis zum Tief bei 1,3009 fungiert das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 1,3491 als Widerstand, aber ein täglicher Schlusskurs darüber könnte einen Anstieg in Richtung des 78,6%-Retracements bei 1,3622 eröffnen. Bei Rücksetzern würde ein Schlusskurs unter dem 20-Tage-EMA bei 1,3433 den Ton abschwächen und eine tiefere Korrektur zur Folge haben.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.