Gold steigt auf neues Rekordhoch – Trumps Zolldrohungen und geopolitische Risiken treiben Zuflüsse

Autor: Mitrade Team
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  • Trumps neue Zolldrohungen gegen acht europäische Länder befeuern die Risikoaversion – Gold springt im asiatischen Handel in Richtung $4,700 und markiert ein frisches Allzeithoch.

  • Eine Korrektur des US-Dollar stützt zusätzlich, während geringere Wetten auf zwei weitere Fed-Zinssenkungen 2026 den Anstieg etwas ausbremsen.

  • Im Fokus stehen nun der US-PCE-Preisindex und die finale US-BIP-Zahl für Q3 am Donnerstag – charttechnisch bleibt der Aufwärtstrend intakt, aber nahe Widerstand.

Gold (XAU/USD) startet mit kräftigem Rückenwind in die neue Woche und zieht im asiatischen Handel bis in die Region um $4,700 an. Auslöser ist eine erneute Flucht in sichere Häfen: US-Präsident Donald Trump drohte mit neuen Zöllen gegen acht europäische Staaten, die seinen Plan zum Erwerb Grönlands abgelehnt haben. Die Ankündigung stieß in Europa auf scharfe Kritik und nährt die Sorge vor einem breiteren transatlantischen Handelskonflikt. Zusammen mit ohnehin erhöhten geopolitischen Spannungen kippt das die Stimmung an den Märkten klar in Richtung Risikoaversion – und treibt die Nachfrage nach dem klassischen Krisenmetall.

Unterstützung kommt zudem vom Devisenmarkt. Die wachsenden Handelskriegsängste belasten das Vertrauen in US-Anlagen und haben den US-Dollar von seinem in der Vorwoche erreichten Hochstand (höchstes Niveau seit dem 9. Dezember) in eine Korrektur geschickt. Das wirkt für Gold doppelt positiv, weil ein schwächerer Greenback das in Dollar notierte Metall für Käufer außerhalb der USA tendenziell attraktiver macht.

Gleichzeitig bleibt ein Gegenwind bestehen: Die Erwartungen an zwei weitere Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahr 2026 haben zuletzt nachgelassen. Das begrenzt die Abwärtsbewegung des US-Dollar und wirkt damit als Bremse für das zinslose Edelmetall. Unterm Strich ist das fundamentale Umfeld jedoch weiter goldfreundlich – die Richtung des geringsten Widerstands zeigt aus Sicht vieler Marktteilnehmer nach oben.

Marktüberblick: Zölle, Iran, Ukraine – Risikoaversion dominiert

Trump kündigte am Samstag an, ab dem 1. Februar zusätzliche 10% Zölle auf Waren aus acht europäischen Ländern zu erheben – solange, bis die USA Grönland kaufen dürfen. Gleichzeitig stellte er in Aussicht, den Satz im Juni auf 25% anzuheben, falls es bis dahin keine Einigung gibt. Führende EU-Staaten verurteilten die Drohung als Erpressung; Frankreich brachte als Reaktion ein Bündel bislang nicht getesteter wirtschaftlicher Gegenmaßnahmen ins Spiel. Die neue Eskalationsstufe lässt die Furcht vor Vergeltungsschritten wachsen – und damit vor einer Spirale, die den Handel belastet.

Parallel dazu bleiben geopolitische Risiken ein Dauerthema. Iran warnte zuletzt, jeder Angriff auf den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei könne einen umfassenden Krieg auslösen. Auch der Russland-Ukraine-Krieg sorgt weiter für Unsicherheit: Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha sagte, es gebe Hinweise darauf, dass Russland Angriffe auf zentrale Standorte in Verbindung mit Kernkraftwerken erwäge. Präsident Volodymyr Zelensky verwies darauf, dass die russischen Angriffe zeigten, dass Moskau nicht an Diplomatie oder einem Ende des Krieges interessiert sei.

Auf der US-Seite kam zusätzlich Bewegung in die Debatte um die künftige Fed-Führung: Trump sagte, er würde den Direktor des National Economic Council, Kevin Hassett, lieber in seiner aktuellen Rolle belassen – was darauf hindeutet, dass jemand anderes als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell ausgewählt werden könnte. Das veranlasste Anleger, auf eine weniger aggressive Lockerung der Fed zu setzen.

Als nächster Impulsgeber rücken nun der US Personal Consumption Expenditure (PCE) Price Index und die finale US-Q3-GDP-Veröffentlichung am Donnerstag in den Vordergrund. Kurzfristig könnten sie die Dollar- und Zins-Erwartungen neu justieren – und damit die Richtung für Gold mitbestimmen.

Charttechnik: Widerstand im Trendkanal entscheidet über die nächste Etappe

Chart Analysis XAU/USD

Technisch steigt Gold seit dem Tief Ende Oktober entlang eines Aufwärtskanals. Der MACD hält sich über der Nulllinie und hat sich in den vergangenen Sitzungen verbessert – ein Hinweis auf zunehmendes bullisches Momentum. Gleichzeitig liegt der RSI bei 69.96 und damit nahe dem überkauften Bereich, was erklärt, warum der Preis in der Nähe der Trendkanal-Oberkante ins Stocken geraten kann.

Scheitert ein Ausbruch an der oberen Begrenzung, rückt als nächster Fokus die Unterstützung bei $4,406.94 in den Blick – dort dürfte die Kanalstruktur typischerweise Käufer anziehen. Ein nachhaltiger Tagesschluss oberhalb des Widerstands würde dagegen den jüngsten Aufwärtstrend bestätigen und Raum für eine Fortsetzung der Bewegung schaffen.

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