Die Dow Jones-Futures fallen während der europäischen Sitzung am Dienstag um 1,25% auf fast 48.900, während die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures um 1,34% bzw. 1,56% auf unter 6.900 und 25.300 sinken. Die US-Aktienfutures fielen, da die Marktstimmung aufgrund der steigenden Unsicherheit über das US-Grönland-Thema trübe wird.
Europa hält rund 10 Billionen Dollar in US-Anleihen und Aktien, einschließlich erheblicher Vermögenswerte des öffentlichen Sektors, die als Hebel in einem eskalierenden Handelsstreit genutzt werden könnten, so Bloomberg. In der Zwischenzeit fielen die Aktien europäischer Automobilhersteller und Luxusgüterunternehmen am Montag, während einige Rüstungsaktien zulegten.
US-Präsident Donald Trump drohte am Samstag, dass eine 10%ige Zollgebühr auf Waren aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) erhoben wird, die ab dem 1. Februar in Kraft tritt, bis den USA der Kauf von Grönland gestattet wird. In der Zwischenzeit soll der französische Präsident Emmanuel Macron die Europäische Union aufgefordert haben, ihre „Handelsbazooka“ zu aktivieren, eine Maßnahme, die den Zugang der USA zu den EU-Märkten einschränken oder Exportkontrollen auferlegen könnte, unter anderem als mögliche Gegenmaßnahmen.
US-Indizes bleiben unter Druck, da die inländischen Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) bis Juni zurückgedrängt haben. Fed-Vertreter haben signalisiert, dass es wenig Dringlichkeit gibt, die Politik weiter zu lockern, bis es klarere Hinweise gibt, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2%-Ziels bewegt.
Händler warten auf wichtige US-Daten, die diese Woche fällig sind, einschließlich der PCE-Preisindizes, des BIP für das dritte Quartal und der S&P-EMIs. Die Märkte werden auch den vierten Quartalsbericht von Unternehmen wie Netflix, Charles Schwab, Johnson & Johnson, Intel und Visa im Blick haben.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.