Der Wirtschaftskalender des Vereinigten Königreichs (UK) enthält den Arbeitsmarktbericht, der am Dienstag um 07:00 GMT vom Office for National Statistics (ONS) veröffentlicht wird.
Die Veränderung der Antragstellerzahl im Vereinigten Königreich für Dezember wird voraussichtlich um 18,8K steigen, was die Anzahl der Personen widerspiegelt, die Arbeitslosengeld beantragen. Der Wert lag im November bei 20,1K. In der Zwischenzeit betrug die Antragstellerquote im Vormonat 4,4%.
Die durchschnittlichen Einkommen im Vereinigten Königreich, einschließlich Boni, werden für die drei Monate bis November voraussichtlich um 4,6% steigen, nach 4,7% zuvor, während die Löhne ohne Boni voraussichtlich um 4,5% steigen werden, gegenüber zuvor 4,6%.
Die ILO-Arbeitslosenquote (3M) im Vereinigten Königreich könnte in den drei Monaten bis November auf 5,0% sinken, nach 5,1% zuvor. Die Veränderung der Beschäftigung zeigte im vorherigen Quartal einen Rückgang von 17K.
Der Arbeitsmarktbericht des Vereinigten Königreichs könnte einen begrenzten Einfluss auf das Pfund Sterling (GBP) haben, wenn er den Erwartungen entspricht. Jede Verschlechterung der Arbeitsmarktdaten könnte die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Bank von England (BoE) erhöhen. Die Aufmerksamkeit wird sich dann auf den Verbraucherpreisindex (CPI) des Vereinigten Königreichs und die Einzelhandelsumsätze im Dezember später in der Woche richten.
Das Währungspaar GBP/USD könnte weiter zulegen, da der US-Dollar (USD) aufgrund steigender Unsicherheit über die US-Grönland-Angelegenheit unter Druck gerät. US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, dass eine Zollgebühr von 10% auf Waren aus EU-Mitgliedstaaten erhoben wird, die ab dem 1. Februar in Kraft tritt, bis den USA der Kauf Grönlands gestattet wird. In der Zwischenzeit soll der französische Präsident Emmanuel Macron die Europäische Union aufgefordert haben, ihre „Handelsbazooka“ zu aktivieren, eine Maßnahme, die den Zugang der USA zu den EU-Märkten einschränken oder Exportkontrollen auferlegen könnte, unter anderem als mögliche Gegenmaßnahmen.
Technisch gesehen handelt das GBP/USD-Paar zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei etwa 1,3440. Die technische Analyse des Tagescharts deutet darauf hin, dass das Paar über dem neun-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) und dem 50-Tage-EMA bleibt, was die kurzfristige und mittelfristige Tendenz nach oben neigt. Die steigenden Durchschnitte unterstützen Rückgänge, solange das Paar über ihnen bleibt. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei 53 (neutral) deutet darauf hin, dass das Momentum nach den jüngsten Gewinnen ausgeglichen ist. Die unmittelbare Unterstützung wird an der Konvergenz des neun-Tage-EMA bei 1,3428 und dem 50-Tage-EMA bei 1,3390 gesehen. Ein täglicher Schlusskurs unter dem mittelfristigen Durchschnitt würde die Türen öffnen, um die Region um das Acht-Monats-Tief von 1,3010 zu navigieren. Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei dem Drei-Monats-Hoch von 1,3562 als nächste Barriere.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.
Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.
Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.