Der japanische Yen (JPY) zieht während der asiatischen Sitzung am Dienstag einige Käufe nach einem Rückgang am Vortag an und stoppt den Rückgang von einem Wochenhoch gegenüber seinem amerikanischen Pendant. Die Erwartungen, dass die japanischen Behörden intervenieren würden, um eine weitere Schwäche der heimischen Währung zu bekämpfen, wirken weiterhin als Rückenwind für den JPY. Hinzu kommen steigende geopolitische Spannungen über Grönland sowie erneute Ängste vor einem Handelskrieg, die die Stimmung der Investoren belasten und den Status des JPY als sicherer Hafen weiter untermauern.
Darüber hinaus erweisen sich die Aussichten auf eine frühzeitige Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) als weiterer Faktor, der den JPY unterstützt. Händler könnten jedoch entscheiden, auf das wichtige geldpolitische Update der BoJ am Freitag zu warten, bevor sie neue bullische Wetten auf den JPY platzieren. Abgesehen davon könnte die politische Unsicherheit im Inland dazu beitragen, den JPY zu begrenzen. Dies, zusammen mit dem Auftreten von Käufen des US-Dollars (USD), könnte dazu beitragen, die Verluste des USD/JPY-Paares, das derzeit um die Marke von 158,00 gehandelt wird, zu begrenzen.
Der nächtliche Anstieg vom 61,8%-Fibonacci-Retracement-Level des Anstiegs vom Januar-Tief fehlt an Durchschlagskraft über dem 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level und stockt vor dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA). Letzterer liegt derzeit im Bereich von 158,35 und sollte als wichtiger Wendepunkt fungieren. Das USD/JPY-Paar hält sich unter diesem fallenden Durchschnitt und bewahrt eine bärische Neigung. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt nahe der Nulllinie, wobei das Histogramm sich in Richtung flach zusammenzieht, was einen neutralen Ton verstärkt. Der Relative Strength Index (RSI) steht bei 50 (neutral) und zeigt ein Gleichgewicht nach einer moderaten Erholung an.
In der Zwischenzeit verschiebt die Schwäche unter dem 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level den Fokus auf die Unterstützung bei 50% bei 157,80, unterhalb derer das USD/JPY-Paar das 61,8%-Retracement bei 157,40 anvisieren könnte. Auf der anderen Seite würden Erholungsversuche auf anfänglichen Widerstand beim 100-Perioden-SMA bei 158,35 stoßen. Eine nachhaltige Bewegung darüber hinaus würde eine Verbesserung des Momentums erfordern, wobei der MACD sich von null entfernt und der RSI über 55 steigt, um den Aufwärtsfall zu stärken.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.