Das EUR/JPY-Paar wird in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag um 184,15 gehandelt. Japans Premierministerin Sanae Takaichi erklärte am Montag, dass sie das Parlament in dieser Woche auflösen und am 8. Februar Neuwahlen abhalten werde. Ihr Versprechen, die 8%ige Umsatzsteuer auf Lebensmittel für zwei Jahre auszusetzen, hat die Aufmerksamkeit auf die wackelige öffentliche Finanzen des Landes gelenkt. Politische Unsicherheit vor den Wahlen könnte den japanischen Yen (JPY) gegenüber dem Euro (EUR) belasten.
Andererseits könnten die Erwartungen, dass die japanischen Behörden intervenieren, um eine weitere Schwäche der heimischen Währung zu bekämpfen, den JPY stützen. Japans Finanzminister Satsuki Katayama warnte letzte Woche, dass alle Optionen, einschließlich einer direkten Intervention am Markt, zur Verfügung stehen, um mit der jüngsten Schwäche des japanischen Yen umzugehen.
Im Tages-Chart hält sich EUR/JPY gut über dem 100-EMA bei 179,28, und der Durchschnitt zeigt weiterhin eine steigende Tendenz, die den breiteren Aufwärtstrend unterstützt. Der RSI bei 55,75 ist von 55,62 gestiegen und signalisiert ein stetiges bullisches Momentum ohne überkaufte Bedingungen. Der Kurs bleibt über der mittleren Bollinger-Band bei 183,85, während das obere Band bei 185,00 die unmittelbare Oberseite begrenzt.
Die Bollinger-Bänder neigen sich nach oben und spiegeln einen anhaltenden Trend mit moderater Volatilität wider. Der RSI, der über 50 bleibt, unterstützt die Fortsetzung, obwohl ein Verlust der Band-Mittellinie das Momentum dämpfen würde. Ein Schlusskurs über der Band-Obergrenze könnte die Rallye ausweiten, während ein Durchbruch unter das untere Band bei 182,72 die Aufmerksamkeit auf eine tiefere Pullback-Phase lenken würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.