Der japanische Yen (JPY) zeigt weiterhin eine relative Underperformance, da Spekulationen aufkommen, dass Premierministerin Sanae Takaichi bald eine vorgezogene Wahl ansetzen könnte, um von den hohen Zustimmungswerten zu profitieren. Mit Takaichis hoher Popularität würde ein Sieg wahrscheinlich ihre Autorität festigen, um die expansiven fiskalischen Maßnahmen weiter zu fördern. Diese Erwartungen hoben den Nikkei 225 Japans auf ein Rekordhoch und untergruben den Status des JPY als sichere Anlage. Abgesehen davon wiegt die Unsicherheit über den wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) sowie die sich vertiefende diplomatische Krise zwischen Japan und China schwer auf dem JPY.
Der oben genannte fundamentale Hintergrund zieht den JPY während der asiatischen Sitzung am Dienstag auf ein frisches Einjahrestief gegenüber seinem amerikanischen Pendant. Allerdings könnten Spekulationen, dass die japanischen Behörden eingreifen werden, um eine weitere Schwäche der heimischen Währung zu stoppen, die JPY-Bären davon abhalten, neue Wetten zu platzieren. Der US-Dollar (USD) hingegen hat Schwierigkeiten, nennenswerte Käufer anzuziehen, angesichts der Bedenken über die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed), was dazu beitragen könnte, das USD/JPY-Paar zu begrenzen. Händler warten nun auf die Veröffentlichung der neuesten US-Verbraucherpreisdaten für neuen Schwung später heute.
Der 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) steigt weiterhin, während das USD/JPY-Paar darüber handelt, was eine feste bullische Tendenz verstärkt. Der SMA, der sich um die Marke von 156,00 befindet, bietet nahe dynamische Unterstützung, da die Käufer die Kontrolle behalten. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) zeigt ein bullisches Crossover nahe der Nulllinie, wobei das Histogramm positiv wird und das Momentum sich verbessert.
Der Relative Strength Index (RSI) steht bei 67,47, stark, aber nicht überkauft, was den Aufwärtstrend unterstützt und Raum lässt, bevor überdehnte Bedingungen auftreten. Solange USD/JPY über seinem steigenden SMA bleibt, würden Rücksetzer begrenzt bleiben, und das Paar könnte weiter steigen; ein Schlusskurs unter dem Durchschnitt würde auf nachlassendes Momentum und eine Bewegung in die Konsolidierung hindeuten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.