Gold springt über $4,600 – Fed-Unsicherheit und Safe-Haven-Flows treiben, CPI im Fokus
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- Gold steigt, da die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund des Iran-Kriegs zunimmt
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Gold (XAU/USD) steigt am Dienstag in der frühen asiatischen Sitzung auf rund $4,600.
Eine strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell schürt Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank und verstärkt die Flucht in sichere Häfen.
Zusätzlich sorgt die Iran-Thematik für Risikoaufschläge: Donald Trump drohte Ländern, die mit Iran Geschäfte machen, mit einem 25%-Zoll auf Geschäfte mit den USA.
Gold zieht in der frühen Asien-Sitzung am Dienstag kräftig an und handelt wieder nahe $4,600. Damit setzt das Edelmetall die Rally fort, nachdem es in der vorherigen Sitzung vom frischen Rekordhoch bei $4,630 zunächst zurückgesetzt hatte. Im Tagesverlauf richtet sich der Blick der Märkte auf die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Dezember, die später am Dienstag veröffentlicht werden.
Auslöser der Risk-off-Bewegung ist vor allem die Unsicherheit rund um die US-Notenbank. Fed-Chef Jerome Powell sagte am Sonntag, gegen ihn laufe eine strafrechtliche Untersuchung – ein Vorgang, der eine Unabhängigkeitskrise auslöst und weltweit Safe-Haven-Flows befeuert. Powell erklärte, das US-Justizministerium habe der Zentralbank Subpoenas zugestellt und eine strafrechtliche Anklage im Zusammenhang mit seiner Aussage vor dem Senate Banking Committee im Juni 2025 angedroht. Dabei gehe es um eine $2.5 billion teure Renovierung des Fed-Hauptquartiers in Washington, D.C. Powell bezeichnete die Drohungen als einen „pretext“, der darauf abziele, Druck auf die Fed auszuüben, die Zinsen zu senken.
Zusätzliche Unterstützung kommt von geopolitischer Seite: Spannungen zwischen Iran und den USA erhöhen die Nachfrage nach klassischen sicheren Häfen wie Gold. Trump drohte mit Konsequenzen, falls iranische Behörden Zivilisten ins Visier nähmen, während Teheran die USA und Israel vor einer Intervention warnte. Am Montag kündigte Trump zudem an, dass jedes Land, das mit Iran Geschäfte macht, bei Geschäften mit den USA mit einem 25%-Zollsatz belegt werde.
Neben den Headlines bleibt für den kurzfristigen Kursimpuls jedoch die Datenlage entscheidend: Händler positionieren sich vor den US-CPI-Zahlen am Dienstag. Sowohl der Headline- als auch der Core CPI werden für Dezember mit einem Anstieg von 2.7% YoY erwartet. Fallen die Inflationsdaten heißer aus, könnte das den US-Dollar stützen und damit den in USD notierten Rohstoffpreis kurzfristig belasten.
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