Börsen-Buzz: 5 Hotspots, die Anleger heute im Blick haben sollten - 29. Mai 2024

Autor: Investing.com
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Mitrade Team
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Quelle: DepositPhotos

Investing.com - Nach einem uneinheitlichen Handel gestern zeigen sich die US-Aktienmärkte heute schwächer. Im Vorfeld der am Ende der Woche anstehenden US-Inflationsdaten halten sich viele Anleger zurück. Der Cloud-Spezialist Salesforce (NYSE:CRM) legt heute ihre aktuellen Quartalszahlen vor. American Airlines (NASDAQ:AAL) muss seine Prognose für das laufende Quartal nach unten korrigieren. Außerdem bittet BHP (ASX:BHP) um eine Fristverlängerung für die Verhandlungen über die milliardenschwere Übernahme des Rivalen Anglo American (JO:AGLJ).


    1. US-Märkte im Minus


    In den USA zeichnet sich für den heutigen Handelstag ein negativer Börsenstart ab. Die Mehrheit der Marktteilnehmer wartet gespannt auf die US-Inflationsdaten, die im Laufe der Woche veröffentlicht werden. Diese können einen enormen Einfluss auf die Zinssenkungspläne der Fed für 2024 haben.

    Aktuell verliert der S&P 500 0,4 %, der Nasdaq 100 notiert ebenfalls 0,4 % im Minus und auch der Dow Future liegt aktuell 0,4 % im Minus.


    Der technologielastige Nasdaq Composite konnte gestern dank eines Kurssprungs beim KI-Chip-Hersteller Nvidia (NASDAQ:NVDA) höher schließen. Das Plus von 1,9 % bei Halbleiteraktien sorgte auch beim S&P 500 für Rückenwind. Auf der Verliererseite stand hingegen der Dow Jones Industrial, der durch einen Renditeanstieg bei US-Staatsanleihen belastet wurde.


    Im Fokus der Anleger steht nun der monatlich veröffentlichte Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben. Er gilt weithin als der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator und könnte daher Einfluss darauf haben, wie die geldpolitischen Entscheidungsträger die Inflationsentwicklung einschätzen. Die Anzeichen für eine hartnäckige Inflation haben in den letzten Tagen mehrere Fed-Vertreter zu der Aussage veranlasst, dass sie mehr Beweise für eine Verlangsamung des Preisauftriebs sehen wollen, bevor sie mit Zinssenkungen beginnen.


    2. Salesforce-Quartalszahlen erwartet


    Der Spezialist für Unternehmenssoftware Salesforce wird heute seine neuesten Quartalszahlen vorlegen. Besonders interessant für Investoren wird der Bereich Data Cloud von Salesforce sein.


    Die Sparte dürfte stark vom aktuellen KI-Boom profitieren. Laut Goldman Sachs (NYSE:GS) erfreut sich das Segment einer „anhaltend starken Nachfrage“, teilweise aufgrund der Fähigkeit von Salesforce, „seine Produkte durch KI zu verbessern“.


    Der jährlich wiederkehrende Umsatz der Data Cloud näherte sich im vierten Quartal bereits der Marke von 400 Millionen Dollar, eine Steigerung von fast 90 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Brian Millham, Präsident von Salesforce, sagte im Februar gegenüber Investoren, dass dieses Ergebnis „ein Indikator für die Nachfrage sein sollte, die wir bei Menschen sehen, die sich auf die KI-Transformation vorbereiten wollen, die sie in ihren Unternehmen durchführen wollen“.


    Dennoch weisen Marktbeobachter darauf hin, dass das in Kalifornien ansässige Unternehmen nach wie vor mit Gegenwind zu kämpfen hat, der von der Unsicherheit über die allgemeine Wirtschaftslage und der Erholung der Ausgaben kleiner und mittlerer Unternehmen unter dem Inflationsdruck herrührt.


    3. American Airlines senkt Gewinnprognose für das 2. Quartal


    Gestern brachen die Aktien von American Airlines im nachbörslichen Handel ein, nachdem die Fluggesellschaft bekannt gegeben hatte, dass sie für das laufende Quartal mit einem geringeren Gewinn pro Aktie rechnet.


    Das Unternehmen senkte seine Prognose für den Gewinn pro Aktie im zweiten Quartal auf 1,00 bis 1,15 Dollar von zuvor 1,15 bis 1,45 Dollar. Auch der Gesamtumsatz pro verfügbarer Sitzmeile (TRASM) wird nun voraussichtlich um 5 % bis 6 % zurückgehen, nachdem zuvor ein Rückgang von 1 % bis 3 % erwartet worden war.


    Gleichzeitig gab die Airline bekannt, dass Chief Commercial Officer Vasu Raja im Juni das Unternehmen verlassen wird.


    4. BHP bittet um Fristverlängerung


    BHP Group (NYSE:BHP) braucht nach eigenen Angaben mehr Zeit für die Übernahmeverhandlungen mit Anglo American. Dem australischen Bergbaukonzern bleibt immer weniger Zeit, um ein formelles Übernahmeangebot für den Rivalen abzugeben.


    In der vergangenen Woche hatte die in London börsennotierte Anglo American ein angeblich 38,6 Milliarden Pfund schweres Kaufangebot von BHP abgelehnt. Die Unternehmen haben nun bis heute (17 Uhr Londoner Ortszeit) Zeit, sich zu einigen, nachdem eine frühere Frist um eine Woche verlängert wurde.

    In einer Mitteilung an die australische Börse erklärte BHP, die Verlängerung ermögliche „weitere Gespräche über den Vorschlag“.


    BHP, der größte börsennotierte Bergbaukonzern der Welt, hat eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, um die Bedenken von Anglo American hinsichtlich der Unternehmensstruktur auszuräumen, darunter die Entflechtung der Platin- und Eisenerzanlagen von Anglo American in Südafrika.


    „BHP ist zuversichtlich, dass die Maßnahmen, die sie dem Vorstand von Anglo American vorgeschlagen hat, einen gangbaren Weg zur Lösung der von Anglo American aufgeworfenen Fragen darstellen“, hieß es.


    5. Rohölpreis legt zu


    Die Preise für Rohöl sind im bisherigen Tagesverlauf gestiegen. Händler hoffen, dass die Nachfrage mit Beginn der reiseintensiven US-Sommersaison anziehen wird, bevor die großen Produzenten über ihre künftige Fördermenge entscheiden.


    Aktuell kostet US-Rohöl mit 80,20 Dollar pro Barrel 0,5 % mehr als am Vortag, die Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,4 % auf 84,25 Dollar pro Barrel.

    Beide Referenzsorten schlossen gestern mit einem Plus von über 1 %.


    Die OPEC  wird am Wochenende online tagen. Es wird erwartet, dass sie ihre derzeitigen freiwilligen Förderkürzungen von 2,2 Millionen Barrel pro Tag bis in die zweite Jahreshälfte verlängert.


    Mit dem am Montag in den USA begangenen Memorial Day hat in den USA, dem größten Ölverbraucher der Welt, die Hauptreisesaison begonnen. Das sorgte für eine positive Stimmung an den Rohölmärkten. Die anstehenden Rohöllagerbestandsdaten dürften die Annahme einer steigenden Nachfrage untermauern, wobei Ölmarktbeobachter einen Rückgang der Gesamtbestände um 2 Millionen Barrel prognostizieren.

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