Das britische Pfund Sterling (GBP) zeigt sich schwach. Die Währung gibt um moderate 0,2 Prozent nach und entwickelt sich damit schlechter als die meisten anderen G10-Währungen zum Auftakt der nordamerikanischen Handelssitzung am Freitag, berichten die Chef-Devisenstrategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret.
„Die Kursbewegungen in dieser Woche waren gemischt und wurden mangels hochrangiger heimischer Konjunkturdaten weitgehend von externen Entwicklungen bestimmt. In der kommenden Woche rücken wieder inländische Risiken in den Fokus, mit anstehenden Daten zur Industrieproduktion und zum Außenhandel sowie geplanten Auftritten der BoE-Ratsmitglieder Taylor und Ramsden. Die Äußerungen der Bank of England waren zu Jahresbeginn bislang begrenzt, die Tonlage tendierte jedoch überwiegend taubenhaft – vor dem Hintergrund von Unsicherheiten darüber, wie nah die Notenbank einem ‚neutralen‘ Zinsniveau bereits ist.“
„Zudem sehen wir kurzfristig zusätzliche Risiken durch eine Stimmungswende. Darauf deuten Anzeichen einer Ermüdung bei den Risikoumkehrstrategien hin, nachdem in den vergangenen ein bis zwei Monaten ein erheblicher Teil der Prämie für Absicherung gegen eine Pfund-Schwäche abgebaut wurde.“
„Die Kursentwicklung in dieser Woche war uneinheitlich, wobei sich eine klar bärische Umkehr nach einem kurzzeitigen Mehrmonatshoch im Bereich der mittleren 1,35 zeigte. Die Momentumindikatoren bewegen sich weiter nahe der Neutralzone, der RSI pendelt um die Marke von 50. Wir bleiben neutral, solange es nicht zu einem klaren Bruch unter den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei 1,3393 kommt. In diesem Fall sehen wir das Risiko einer Ausweitung der Abwärtsbewegung bis zum 50-Tage-Durchschnitt bei 1,3304. Kurzfristig erwarten wir eine Seitwärtsbewegung in einer Spanne zwischen 1,3380 und 1,3480.“