WTI verringert einen Teil der starken Intraday-Gewinne; liegt dennoch mit über 6 % für den Tag über den mittleren 93,00 USD
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WTI gewinnt am Donnerstag stark an positiver Dynamik angesichts einer weiteren Eskalation der Konflikte im Nahen Osten.
Verdächtige iranische Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormuz schüren Versorgungsängste und bieten Unterstützung.
Die rekordverdächtige Freigabe von Notfallölreserven und anhaltende Käufe des USD halten den weiteren Aufwärtstrend in Schach.
Die Preise für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) kürzen am Donnerstag einen Teil der starken intraday Gewinne auf den Bereich von 94,75 bis 94,80 USD, obwohl die Abwärtsbewegung angesichts der Ängste vor Versorgungsunterbrechungen begrenzt zu sein scheint. Der Rohstoff behält jedoch für den dritten aufeinanderfolgenden Tag eine positive Tendenz bei und wird derzeit unterhalb der 93,00 USD-Marke gehandelt, was immer noch einem Anstieg von über 6% für den Tag entspricht.
Da der US-israelische Krieg gegen den Iran keine Anzeichen für ein Ende zeigt, schüren Berichte über verdächtige iranische Angriffe auf Öltanker im nördlichen Persischen Golf nahe Irak und Kuwait Bedenken hinsichtlich von Versorgungsunterbrechungen aus der Schlüsselregion der Ölproduktion. Darüber hinaus hat der Iran gewarnt, dass kein Rohöl durch die Straße von Hormuz, einem kritischen maritimen Engpass, passieren wird. Dies erweist sich als ein entscheidender Faktor, der einen neuen Anstieg der Rohölpreise auslöst.
In der Zwischenzeit gab die Internationale Energieagentur (IEA) bekannt, dass ihre 32 Mitgliedsländer einstimmig beschlossen haben, 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notfallreserven dem Markt zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus plant die Trump-Administration, 172 Millionen Barrel aus der US-Notfallölreserve freizugeben, um die steigenden Rohöl- und Benzinpreise im Zuge des anhaltenden Iran-Kriegs zu dämpfen.
Dieser Schritt soll Versorgungsengpässe begrenzen und die Bullen davon abhalten, aggressive Wetten abzuschließen. Darüber hinaus bleiben die Sorgen über den inflationsbedingten Druck durch den Krieg unterstützend für einen weiteren Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen und helfen dem US-Dollar (USD), für den dritten aufeinanderfolgenden Tag an positiver Dynamik zu gewinnen. Ein festerer Greenback trägt weiter dazu bei, den USD-denominierten Rohstoff zu deckeln.
Dennoch scheint der oben genannte unterstützende fundamentale Hintergrund zugunsten der bullischen Händler geneigt zu sein und deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Rohölpreise nach oben führt. Daher könnte jede korrigierende Abwärtsbewegung als Kaufgelegenheit angesehen werden und dürfte eher gepuffert bleiben, da der Marktfokus auf geopolitischen Entwicklungen gerichtet bleibt.
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