Gold setzt Rekordserie fort: XAU/USD steigt am neunten Tag in Folge Richtung $5.600
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Gold (XAU/USD) legt am Donnerstag um über 3% zu und klettert in der Asien-Session in die Region um $5.600 – neunter Rekordtag in Folge.
Die Flucht in sichere Häfen hält an: geopolitische und konjunkturelle Unsicherheit treibt den Preis seit Wochenbeginn um mehr als 10% nach oben.
Der US-Dollar rutscht auf den tiefsten Stand seit Februar 2022; zusätzliche Unterstützung kommt aus Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed – trotz hawkisher Powell-Töne.
Gold baut seine Rally weiter aus. Der Preis steigt am Donnerstag in der frühen Asien-Session in die $5.600er-Zone und notiert damit den neunten Tag in Folge auf neuen Höchstständen. Die Bewegung bleibt in erster Linie ein Risiko-Trade: Anleger parken Kapital in klassischen Safe-Haven-Assets, weil geopolitische Risiken und eine angespannte Konjunkturwahrnehmung den Risikoappetit dämpfen. Seit Beginn der Woche summiert sich der Anstieg auf mehr als 10% – ein Tempo, das zunehmend parabolische Züge trägt.
Ein zweiter Treiber bleibt der schwache Greenback. Der US-Dollar ist zuletzt auf den tiefsten Stand seit Februar 2022 gefallen und wirkt damit als Rückenwind für das in Dollar gehandelte Edelmetall. Auffällig: Selbst die grundsätzlich positive Stimmung an den Aktienmärkten bremst das Momentum bislang kaum. Auch Fed-Chef Jerome Powell konnte mit seinen eher hawkischen Aussagen am Mittwoch – nach der erwarteten Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen – den Aufwärtsdrang nicht nachhaltig dämpfen. Das spricht dafür, dass der Markt aktuell weniger auf Nuancen im Tonfall reagiert als auf den übergeordneten Unsicherheitsmix.
Daily Digest: Unsicherheit bleibt der zentrale Preistreiber
Konjunkturseitig keimten neue Sorgen um den globalen Ausblick auf, nachdem Deutschland – die größte Volkswirtschaft der Eurozone – am Mittwoch seine Wachstumsprognosen für dieses und das kommende Jahr gesenkt hat. Gleichzeitig verschärfen geopolitische Meldungen die Risikoaversion: US-Präsident Donald Trump forderte Iran auf, bei Atomwaffenverhandlungen „an den Tisch zu kommen“, andernfalls würden künftige US-Angriffe „weit schlimmer“ ausfallen; Iran drohte im Gegenzug mit Vergeltung gegen die USA, Israel und Unterstützer. Zudem setzt Russland seine Luftangriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur fort; zuletzt wurde ein Passagierzug im Nordosten der Ukraine von einer russischen Drohne getroffen, fünf Menschen kamen dabei ums Leben.
Auf der Geldpolitik-Seite bestätigte die Fed am Mittwoch nach zweitägiger Sitzung den Kurs des Abwartens. Zwei Fed-Gouverneure – Stephen Miran und Christopher Waller – stimmten abweichend und plädierten für eine Senkung um 25 Basispunkte. Powell betonte auf der Pressekonferenz, die Inflation liege weiterhin deutlich über dem 2%-Ziel. Dennoch fällt die Marktreaktion verhalten aus – ein Hinweis darauf, dass Investoren derzeit stärker auf das institutionelle Umfeld blicken: Im Zentrum stehen Sorgen über Drohungen gegen die Unabhängigkeit der Fed, darunter eine strafrechtliche Untersuchung Powells durch das Justizministerium sowie Bestrebungen, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen. Parallel bleibt die Erwartung bestehen, dass die Fed den Status quo bis zum Ende des Quartals und möglicherweise bis zum Ende von Powells Amtszeit im Mai hält – während der Markt weiterhin zwei Zinssenkungen in 2026 einpreist. Das stützt Gold zusätzlich, weil es den US-Dollar nicht zu einer nachhaltigen Erholung kommen lässt.
Charttechnik: Ausbruch bestätigt – aber Überhitzung zwingt zur Disziplin
Technisch wurde der Aufwärtsimpuls durch den nächtlichen Ausbruch über eine kurzfristige Hürde bei $5.303,94 untermauert. Der MACD bleibt konstruktiv: Linie über Signallinie, beide über Null, das Histogramm weitet sich aus – ein klassisches Momentum-Signal. Gleichzeitig ist die Bewegung kurzfristig deutlich überdehnt: Der RSI liegt bei 88 (überkauft). Das erhöht das Risiko einer Pause oder eines Rücksetzers, ohne den Trend zwangsläufig zu drehen.
Sollte das Momentum abkühlen, liegt eine erste Auffangzone an der unteren Begrenzung des Kanals bei $5.135,11. Ein nachlassendes MACD-Histogramm und ein abkühlender RSI würden die Überhitzung abbauen – entscheidend wäre dann, dass der Kurs oberhalb ehemaliger Widerstände bleibt, um die bullische Grundstruktur zu bestätigen. In diesem Szenario wären Rücksetzer eher als Konsolidierung innerhalb eines starken Trends zu lesen.
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