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Gold hält sich auch nach dem Rücksetzer vom Hoch über $5,100 im Plus und steht am Dienstag den siebten Tag in Folge unter Kaufdruck von der „sicheren Hafen“-Seite.
Der US-Dollar bleibt nahe dem Tief seit September 2025, Fed-Zinssenkungsfantasie und US-Handelspolitik sorgen weiter für Rückenwind.
Vor der FOMC-Entscheidung am Mittwoch dürfte die Risikobereitschaft kurzfristig abnehmen – die Großwetterlage spricht aber weiter eher für die Oberseite.
Gold (XAU/USD) zieht nach dem späten Rücksetzer vom Vortag – nach einem Ausflug über die Marke von $5,100 beziehungsweise das Allzeithoch – erneut Käufer an und verteidigt seine positive Grundtendenz auch am Dienstag. Der Markt bleibt in einem Umfeld, in dem Unsicherheit wieder „preisbestimmend“ wirkt: Ein schwacher US-Dollar, Erwartungen an eine eher dovishe Fed und anhaltende geopolitische Risiken halten die Nachfrage nach dem zinslosen Edelmetall hoch.
Gleichzeitig ist die Dynamik so weit gelaufen, dass viele Marktteilnehmer vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch lieber taktisch agieren dürften: weniger frische Wetten, mehr Abwarten. Dass Gold trotzdem nahe am Rekordniveau bleibt, unterstreicht, wie stark das Fundament der Bewegung derzeit ist.
Daily Digest Market Movers: Flucht in Sicherheit, schwacher USD, Fed im Blick
US-Präsident Donald Trump kündigte am Samstag an, er werde einen 100% Zoll gegen Kanada verhängen, falls das Land einen Handelsdeal mit China abschließt. Nach dem (später zurückgezogenen) Greenland-Zollvorstoß kommt damit eine weitere Unsicherheitsebene hinzu.
Geopolitische Risiken bleiben hoch: Der Russland-Ukraine-Krieg zieht sich hin; die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi endeten am Samstag ohne Ergebnis. Russland beharrte darauf, die Ukraine müsse für ein Kriegsende die gesamte Donbas-Region abtreten; die Ukraine wies das zurück.
Der US-Dollar findet kaum Erholung und ringt nahe dem Tief seit September 2025, was XAU/USD zusätzlich stützt. Fed-Erwartungen bleiben ein zentraler Hebel: Der Markt blickt auf Hinweise, ob und wie stark die Fed ihren Zinspfad in Richtung weiterer Senkungen ausrichtet.
Makro-Daten liefern gemischte Impulse: Die US-Behörde Census Bureau meldete am Montag Durable Goods Orders +5.3% für November (Erwartung +0.5%). Neue Aufträge ohne Transport legten um 0.5% zu, ohne Verteidigung um 6.6%.
Der nächste Richtungsimpuls dürfte vom zweitägigen FOMC-Meeting kommen, dessen Ergebnis am Mittwoch veröffentlicht wird. Entscheidend werden dabei nicht nur die formale Entscheidung, sondern auch Tonlage und Signale aus Jerome Powells Pressekonferenz sein – gerade in einem Markt, der bereits stark „vorpositioniert“ wirkt.
Zentralbanken & ETFs bleiben ein Stabilitätsfaktor
Neben Risikoaversion und Dollar-Schwäche wirken strukturelle Nachfragequellen weiter unterstützend: Anhaltende Käufe von Zentralbanken sowie rekordhohe Zuflüsse in börsengehandelte Produkte sind Teil des Hintergrunds, auf dem Rücksetzer bislang eher gekauft als verkauft werden. In den genannten Datenpunkten: Die People’s Bank of China (PBOC) setzte ihre Goldkäufe im Dezember den vierzehnten Monat in Folge fort; zudem waren die National Bank of Poland, die Reserve Bank of India und die Central Bank of Brazil Ende 2025 und Anfang 2026 aktiv. Gleichzeitig stieg die globale Investmentnachfrage über Gold-ETFs 2025 um 25%; die Bestände wuchsen auf 4,025.4 tonnes (von 3224.2 tonnes in 2024), das verwaltete Vermögen lag bei $558.9 billion.
Technischer Ausblick: Aufwärtskanal hält – Momentum kühlt ab
Der misslungene Ausbruch über einen kurzfristigen Aufwärtskanal und der anschließende Rücksetzer können als erstes Zeichen einer möglichen Ermüdung interpretiert werden. Dass am Dienstag jedoch wieder Käufer auftauchen, macht es riskant, vorschnell von einem Top zu sprechen.
Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt über den steigenden Kanal weiter unterlegt; die Unterkante liefert Unterstützung nahe $4,971.48.
Auf der Oberseite begrenzt die Kanaloberkante den Raum bei $5,156.89.
Der MACD-Histogrammimpuls ist ins Negative gedreht und weitet sich aus: Die MACD-Linie ist unter die Signallinie rund um die Nulllinie gerutscht – ein Hinweis, dass das Momentum „rollt“ statt weiter zu beschleunigen.
Der RSI liegt bei 70.84 (überkauft), aber lässt nach – das spricht eher für Konsolidierung/„Verdauung“ als für eine saubere Trendwende.
Ein 4-Stunden-Schlusskurs über der Kanaloberkante würde den Weg für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung öffnen. Bleibt die Dynamik dagegen gedämpft, dürften weitere Tests der Kanalunterkante wahrscheinlicher werden – ohne das bullische Gesamtbild sofort zu kippen, solange die Struktur hält.
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