XRP wackelt erneut: Drei Signale, die den nächsten Rücksetzer auslösen könnten
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XRP pendelt am Montag nahe 1,90 US-Dollar, nachdem der Kurs am Sonntag bis auf 1,81 US-Dollar abgesackt war.
Die Erholung wirkt bislang eher wie ein technisches Aufatmen – zumal neue Unsicherheit rund um einen möglichen teilweisen Stillstand der US-Bundesregierung in dieser Woche die Risikoneigung dämpft.
Drei Kennzahlen aus On-Chain- und Derivatebereich zeigen: Ohne frisches Momentum der Käufer bleibt das Risiko einer tieferen Korrektur erhöht.
Ripple (XRP) versucht, nach der turbulenten Vorwoche wieder Tritt zu fassen. Zwar konnten die Käufer nach dem Tief bei 1,81 US-Dollar am Sonntag erste Verluste zurückdrehen, doch die Stabilisierung oberhalb von 1,90 US-Dollar ist noch kein Befreiungsschlag. In einem Markt, der ohnehin stark auf Makro- und Politikschlagzeilen reagiert, könnte zusätzliche Unsicherheit – etwa ein drohender teilweiser Shutdown in den USA – schnell wieder Druck in den Risk-Trade bringen.
1) On-Chain-Aktivität nimmt ab – weniger „Betrieb“ auf dem XRPL

Ein erstes Warnsignal kommt von der Netzwerkseite: Die Zahl der aktiv transagierenden Adressen auf dem XRP Ledger (XRPL) ist am Sonntag um 3 Prozent auf 45.000 gefallen, nach rund 51.600 am 5. Januar. Sinkende Aktivität heißt nicht automatisch fallende Kurse – sie nimmt einem Rebound aber oft den Unterbau: Weniger Nutzerbeteiligung bedeutet tendenziell weniger organische Nachfrage und macht den Kurs anfälliger, wenn das Angebot steigt oder der Gesamtmarkt in einen riskoaversen Modus kippt.
2) Profitabler Angebotsanteil bricht ein – Stimmung wird fragiler

Auch die Positionierung wirkt deutlich weniger komfortabel als noch vor wenigen Wochen. Der Anteil des umlaufenden XRP-Angebots, der „im Gewinn“ gehalten wird, liegt am Montag nur noch bei 50,4 Prozent. Zum Vergleich: Am 5. Januar waren es 77,2 Prozent, am 10. November sogar 80,4 Prozent.
Das ist ein Stimmungsdämpfer: Wenn weniger Anleger im Plus sind, sinkt häufig die Bereitschaft, Rücksetzer entspannt auszusitzen – gleichzeitig steigt die Versuchung, kleinere Erholungen zum Ausstieg zu nutzen, was den Verkaufsdruck in Rallys verstärken kann. Auf der anderen Seite steckt in genau dieser Statistik auch ein potenzieller Boden-Mechanismus: Wenn viele Bestände im Minus liegen, nimmt oft die „frei verfügbare“ Verkaufsbereitschaft ab, weil Marktteilnehmer Verluste ungern realisieren.
3) Derivatemarkt bleibt dünn – Open Interest fällt, Vertrauen wackelt

Der dritte Punkt betrifft die „Temperatur“ am Futures-Markt. Daten von CoinGlass zeigen, dass das Open Interest (OI) am Montag im Schnitt bei 3,26 Milliarden US-Dollar lag – nach 3,4 Milliarden US-Dollar am Vortag und 4,55 Milliarden US-Dollar am 6. Januar. Da das OI den Nominalwert offener Futures-Kontrakte abbildet, deutet ein anhaltender Rückgang meist auf abnehmendes Interesse (und oft auch auf sinkende Risikobereitschaft) hin.
Bleibt der Derivatemarkt so ausgedünnt, fehlt XRP kurzfristig ein wichtiger Treiber für dynamische Erholungsphasen. Zudem steigt die Anfälligkeit für Gegenwind – bis hin zur Frage, ob eine Fortsetzung des Abwärtstrends in Richtung des April-Tiefs bei 1,61 US-Dollar wieder realistischer wird.
Technischer Ausblick: 1,90 im Fokus – darüber wartet ein Widerstands-„Deckel“

Kurzfristig kämpft XRP am Montag mit einem Widerstand im Bereich von 1,90 US-Dollar, während der Gesamtmarkt leicht zulegt. Der RSI steigt im Tageschart auf 42 – ein kleines Plus für das kurzfristige Bild. Entscheidend wäre ein Vorstoß über die Mittellinie, weil sich damit das Momentum spürbar von „bärisch“ Richtung „bullisch“ drehen könnte.
Auf der Oberseite bleibt die Hürde klar gestaffelt: Der 50-Tage-EMA begrenzt den Kurs bei 2,03 US-Dollar, der 100-Tage-EMA bei 2,16 US-Dollar und der 200-Tage-EMA bei 2,29 US-Dollar. Erst ein Ausbruch über diese Zone würde den Rückenwind glaubwürdig verstärken und eine nächste Erholungswelle in Richtung 2,50 US-Dollar beschleunigen.
Gleichzeitig mahnt der Trendfilter zur Vorsicht: Der MACD liegt weiter unter der Signallinie, und die Histogrammbalken unterhalb der Nulllinie weiten sich aus. Das spricht dafür, dass der übergeordnete Abwärtsdruck noch nicht „abgeräumt“ ist – jede Schwäche in der laufenden Erholung kann deshalb schnell wieder Verkäufe nach sich ziehen. Die zentrale Risikomarke bleibt damit unverändert das April-Tief bei 1,61 US-Dollar.
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