HSBC Asset Management berichtet von einem deutlichen Anstieg der Renditen langlaufender japanischer Staatsanleihen (JGBs) seit Januar 2026. Der Renditesprung wird auf wachsende Sorgen über die mittelfristige Finanzlage Japans zurückgeführt, insbesondere nach der Ankündigung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi, im Vorfeld der anstehenden Parlamentswahl umfangreiche Ausgabenprogramme auf den Weg bringen zu wollen.
„Ein Anziehen der Renditen bei langlaufenden japanischen Staatsanleihen (JGBs) im Januar hat sich in der vergangenen Woche zu einem kräftigen Anstieg entwickelt. Dies folgt auf zunehmende Nervosität hinsichtlich der mittelfristigen fiskalischen Perspektiven Japans, nachdem Ministerpräsidentin Sanae Takaichi vor der Parlamentswahl im kommenden Monat umfangreiche Ausgabenpläne signalisiert hat.“
„Die Staatsverschuldung Japans im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ist in den vergangenen Jahren gesunken – begünstigt durch höhere Steuereinnahmen sowie den positiven Effekt, dass das nominale Wachstum die Zinsen auf die staatliche Kreditaufnahme übertroffen hat. Niedrig verzinste JGBs aus der Phase extrem lockerer Geldpolitik werden schrittweise zu höheren Zinssätzen refinanziert, was die Kosten für den Schuldendienst nach oben treibt.“