TradingKey – Während der asiatischen Handelssitzung am 20. August berichteten Marktinsider, dass Samsung Electronics im Anschluss an seine Verwaltungsratssitzung in diesem Monat einen Plan zur Aktionärsvergütung im Umfang von über 100 Billionen Won (ca. 71,9 Milliarden US-Dollar) finalisieren und bekannt geben will.
Beflügelt von den Nachrichten stieg der Aktienkurs von Samsung Electronics im Tagesverlauf um mehr als 10 %. Bei Redaktionsschluss lagen die Samsung-Aktien mit 8,89 % im Plus bei 269.500 Won und führten damit die Gewinne im südkoreanischen KOSPI-Index an.

[Quelle: TradingView]
Medienberichten zufolge plant das Unternehmen, die Hälfte seines freien Cashflows für die Aktionärsvergütung aufzuwenden. Konkrete Maßnahmen werden sich voraussichtlich primär auf Bardividenden konzentrieren, während zusätzliche Ausschüttungsmaßnahmen auf der Grundlage des künftigen Cashflows und der Profitabilität weiter geprüft werden sollen.
Erst gestern gab SK Hynix die Genehmigung eines Aktienrückkaufprogramms im Umfang von 40 Billionen Won bekannt. Das Ausmaß der Aktionärsvergütung von Samsung entspricht dem 2,5-Fachen dessen von SK Hynix, was vom Markt zugleich als positives Signal gewertet wird, die gewaltigen Gewinne des KI-Zeitalters an die Aktionäre weiterzugeben.
Zuvor prognostizierte KB Securities, dass sich das jährliche Volumen der neuen Aktionärsvergütungspolitik von Samsung Electronics gegenüber den derzeitigen 9,8 Billionen Won mehr als verzehnfachen würde. Die Gesamtausschüttungen an die Aktionäre in den nächsten drei Jahren könnten somit mindestens 600 Billionen bis 700 Billionen Won erreichen.
Marktanalysen legen nahe, dass die aufeinanderfolgende Ankündigung dieser enormen Ausschüttungspläne durch die beiden Speicherchip-Riesen dem unter Druck stehenden südkoreanischen Halbleitersektor neues Vertrauen einflößen dürfte, obwohl die konkreten Ausschüttungsmethoden und der Zeitplan für die Umsetzung noch der endgültigen Beschlussfassung durch den Verwaltungsrat bedürfen.