TradingKey – Im asiatischen Handel am 20. August knüpfte der Nikkei 225 Index an die Erholungsstimmung der US-Börsen vom Vorabend an. Bis Redaktionsschluss stieg der Nikkei 225 Index um 1 % auf 65.982,27 Punkte und beendete damit einen zweitägigen kräftigen Rückgang. Der Topix legte zeitgleich um 0,9 % auf 4.048,71 Punkte zu. Am Vortag hatte das US-Finanzministerium eine Erhöhung des Limits für den Rückkauf langlaufender Anleihen angekündigt, was die Stimmung am Tokioter Markt stützte.

[Quelle: TradingView]
Der Halbleitersektor erholte sich auf breiter Front, wobei Schwergewichte, die zuvor kräftige Einbußen erlitten hatten, deutlich zulegten. Kioxia Holdings stieg im Handelsverlauf zeitweise um über 5 % und lag bis Redaktionsschluss mit einem Plus von 4,70 % bei 52.300 Yen (ca. 330 US-Dollar). Am vorherigen Handelstag hatte Kioxia mit einem Minus von über 12 % geschlossen, vor allem belastet durch stark steigende Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen und einen kräftigen Rückgang des Philadelphia Semiconductor Index über Nacht. Die meisten Analysten sind der Ansicht, dass der Ausverkauf bei Kioxia eher auf technische Faktoren wie ETF-Verkäufe aus dem Ausland und gehebelte Wetten von Privatanlegern zurückzuführen war, während sich die Fundamentaldaten des Unternehmens nicht verschlechtert haben.

[Quelle: TradingView]
Die SoftBank Group erholte sich im Gleichschritt; die SoftBank-Aktie stieg bis Redaktionsschluss um 3,79 %. Im frühen Handel kletterte sie zeitweise um mehr als 5 % und beendete damit eine vorausgegangene Verlustserie. Am Mittwoch war das Papier aufgrund von Marktsorgen über KI-Bewertungen und die Pläne zur Anleihefinanzierung des Unternehmens um mehr als 10 % eingebrochen.

[Quelle: TradingView]
Auf makroökonomischer Ebene verzeichnete Japan im Juli ein Handelsbilanzdefizit von 634,5 Milliarden Yen. Die Exporte stiegen in diesem Monat im Jahresvergleich um 23,2 %, während die Importe um 27,8 % zulegten – beide Werte übertrafen die Markterwartungen. Das stärkere Importwachstum war vor allem auf steigende Kosten für Rohölimporte zurückzuführen, während die Halbleiterexporte im Jahresvergleich um 49,1 % anstiegen und das Exportwachstum weiterhin stützten.
Am Devisenmarkt fiel USD/JPY auf knapp 158,20, wobei der Yen gegenüber dem vorherigen Handelstag um etwa 1 Yen aufwertete, was die Gewinnerwartungen der Exportunternehmen etwas unter Druck setzte.
Insgesamt traf die Stabilisierung des US-Anleihemarktes auf eine Erholungsnachfrage im überverkauften Sektor, was zu einer starken Erholung bei den Chip-Aktien führte. Dennoch bleiben geopolitische Unsicherheiten und die Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen zugrundeliegende Bedenken, die die Aufwärtsdynamik belasten.