TradingKey – Die USA planen ein Importverbot für chinesische optische Module, was eine kollektive Rallye bei den Aktienkursen lokaler Anbieter auslöst.
Am 4. August (Ostküstenzeit) legten Aktien aus dem Bereich der optischen Kommunikation kollektiv kräftig zu, wobei Applied Optoelectronics ( AAOI) um über 20 % in die Höhe schoss, Coherent ( COHR) um rund 18 % nach oben schnellte, Lumentum ( LITE) um fast 14 % nach oben schnellte, Corning ( GLW) um fast 8 % stieg. Hintergrund ist, dass die Trump-Regierung neue Vorschriften ausarbeitet, die US-amerikanischen Rechenzentren den Import von in China hergestellten optischen Transceiver-Modulen der nächsten Generation verbieten sollen.

Aktienkurschart von Applied Optoelectronics, Quelle: TradingView
Laut einem Exklusivbericht von Reuters leitet die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) die Ausarbeitung eines Importverbots. Dieses soll die Markteinführung neuer Modelle chinesischer Rechenzentrumskomponenten in den USA untersagen, um die US-KI-Infrastruktur vor Bedrohungen der Cybersicherheit und Datenlecks zu schützen. Der Plan wird voraussichtlich noch in diesem Jahr bekannt gegeben.
Derzeit erwartet der Markt, dass die vier großen US-Cloud-Service-Anbieter, namentlich Amazon ( AMZN ), Microsoft ( MSFT ), Google ( GOOG ), Meta ( META), gezwungen sein werden, ihre Aufträge auf nicht-chinesische Lieferanten zu verlagern, was einen Kursanstieg bei US-Aktien aus dem Bereich der optischen Kommunikation auslösen dürfte. Eine vollständige Abkopplung auf kurze Sicht könnte jedoch zu steigenden Baukosten für nordamerikanische KI-Rechenzentren führen, was die Investitionsausgaben der vier großen Cloud-Anbieter in die Höhe treiben könnte.