TradingKey – SanDisk und SK Hynix veröffentlichen gemeinsam die erste HBF-Standardspezifikation und lassen den Aktienkurs um fast 3 % steigen.
Am 4. August nach US-Ostküstenzeit setzte die Aktie von SanDisk ( SNDK) ihren Erholungskurs fort. Sie legte heute um fast 3 % zu, durchbrach die Marke von 1.300 US-Dollar und erreichte ein Hoch von 1.340 US-Dollar, wodurch die jüngsten Verluste weiter eingegrenzt wurden. Seit ihrem Höchststand Ende Juni hat die SanDisk-Aktie jedoch einen maximalen Rückgang von über 50 % erlitten.
SanDisk-Aktienchart, Quelle: TradingView
Am Vorabend der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen erhielt die Aktie von SanDisk einen starken positiven Impuls, als das Unternehmen zusammen mit SK Hynix ( SKHY) und der führenden HBF-Allianz zur Eröffnung des globalen Speicherevents FMS 2026 offiziell die erste offene Standardspezifikation für High-Bandwidth Flash (HBF) herausbrachte. Ziel ist es, eine neue Speicherebene mit hoher Bandbreite und großer Kapazität zwischen herkömmlichem HBM (geringe Kapazität, hohe Kosten) und Enterprise-SSDs (geringe Geschwindigkeit) zu etablieren.
Für SanDisk festigt der HBF-Standard seine Kernposition beim Inferenz-Computing für KI-Server und dem Datenabruf der nächsten Generation. Darüber hinaus handelt es sich bei HBF um ein maßgeschneidertes High-End-Packaging-Produkt mit hoher Wertschöpfung, dessen technologische Hürden weit über denen von herkömmlichem NAND liegen. Dies hilft SanDisk, den langfristigen durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) und die Bruttomarge zu steigern.
Obwohl die Veröffentlichung des HBF-Standards den Aktienkurs von SanDisk beflügelte, dürfte dieser Effekt von kurzer Dauer sein, da der Weg bis zur Serienproduktion noch lang ist. Am heutigen Mittwoch (5. August) nachbörslich wird SanDisk seinen neuesten Quartalsbericht vorlegen. Daher wird es von entscheidender Bedeutung sein, bei der Telefonkonferenz auf die jüngsten Kommentare des Managements zum Zeitplan für die Serienproduktion von HBF-Produkten zu achten.
Zudem gilt es, die Expansionsgeschwindigkeit des HBF-Ökosystems im Auge zu behalten. Derzeit hat Google ( GOOG) bereits seine Beteiligung am Aufbau des HBF-Ökosystems angekündigt. Ob auch Microsoft ( MSFT ), Meta ( META) und andere Cloud-Anbieter sowie Nvidia ( NVDA ), AMD ( AMD) und weitere Chipriesen eine Unterstützung für die UCIe-HBF-Schnittstelle ankündigen werden, wird ein entscheidender Indikator dafür sein, ob HBF schnell kommerzialisiert werden kann.