TradingKey – Japanische und südkoreanische Aktienmärkte vom Schwarzen Montag getroffen: KOSPI bricht um über 8 % ein und löst einen Circuit Breaker aus; Nikkei 225 verlor fast 2 %, SK Hynix stürzte um 15 % ab, Samsung fiel um über 10 % und Kioxia brach um über 12 % ein.
Während des asiatischen Handels am 13. Juli erlitten die asiatisch-pazifischen Finanzmärkte einen historischen Einbruch und extreme Volatilität. Sowohl an den japanischen als auch an den südkoreanischen Aktienmärkten kam es zu Panikverkäufen, wobei südkoreanische Aktien einen massiven Circuit Breaker auslösten. Dabei verlor der KOSPI-Index die Marke von 7.000 Punkten vollständig und fiel um über 600 Punkte – ein Rückgang von fast 9 % –, um bei 6.806,94 Punkten zu schließen. Der Nikkei-225-Index zeigte sich relativ widerstandsfähig, sank um 1,92 % und schloss bei 67.242,51 Punkten.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Bei den Einzelwerten zeigte sich SoftBank relativ widerstandsfähig, während die Schwergewichte kollektiv einbrachen. Konkret stürzte SK Hynix um 15,37 % ab und schloss bei 1.845.000 KRW, was ein fast einmonatiges Tief bedeutete; Samsung Electronics fiel um 10,7 % auf einen Schlusskurs von 254.500 KRW und erreichte damit ein fast zweimonatiges Tief; Kioxia sank um 12,86 % auf 67.100 JPY; und SoftBank gab um leichte 0,09 % nach, um bei 6.364 JPY zu schließen.
Aktienkurs-Chart von SK Hynix, Quelle: TradingView
Am vergangenen Freitag schloss SK Hynix eine historische Kapitalbeschaffung über ein ADR-Angebot in den USA ab, wobei der Aktienkurs an diesem Tag um 13 % nach oben schnellte. Nach einer kurzen Euphorie kühlte sich der Markt jedoch schnell ab. Der breitere Markt begann stark infrage zu stellen, ob die massiven KI-Investitionsausgaben der globalen Tech-Riesen und deren zukünftige Profitabilität mit dem Kapazitätsausbau Schritt halten können. Dies löste kollektive Gewinnmitnahmen und die Auflösung von Positionen durch langfristiges institutionelles Kapital bei hoch bewerteten Chip-Aktien aus.
In dieser Woche stehen die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Juni und das bevorstehende Kongress-Debüt des „neuen Vorsitzenden“ der US-Notenbank Federal Reserve, Warsh, an. Angesichts der doppelten Unsicherheit durch „schockierende Inflationsdaten“ und die Befürchtung, „dass der neue Chef potenziell falkenhafte Signale aussendet“, was durch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran noch verschärft wurde, wählte das Kapital am Montagmorgen direkt die Devise „Cash is King“ und floh kollektiv aus dem Aktienmarkt.