EUR/JPY gewinnt am Montag während der europäischen Handelszeiten zum zweiten Mal in Folge an Boden und notiert um 185,30. Das Währungspaar bleibt stärker, da der Euro (EUR) nach der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und Deutschland seine Position hält.
Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone stiegen im Mai im Jahresvergleich um 1,6 %, wie erwartet. Der vorherige Wert lag bei einem Anstieg von 1,0 %. Das monatliche Wachstum betrug 0,2 % gegenüber einem erwarteten Anstieg von 0,3 %, nachdem es zuvor um 0,4 % gefallen war.
Die deutschen Auftragseingänge stiegen im Mai um 1,9 % und übertrafen damit die Schätzungen von 1,2 %. Im April sanken die Daten um 3,2 %, wurden jedoch von zuvor -3,8 % nach oben revidiert. Auf Jahresbasis steigen die Auftragseingänge um 6,2 % gegenüber dem vorherigen Wert von 2,1 %, der von 1,6 % nach oben revidiert wurde.
Das EUR/JPY-Paar steigt, während der japanische Yen (JPY) schwächer wird und in einem hochriskanten Tauziehen gefangen ist. Trotz der 10-jährigen japanischen Staatsanleihenrenditen (JGB), die auf ein neues 30-Jahres-Hoch von 2,83 % kletterten, knickte der JPY unter dem Gewicht stark steigender Importkosten ein. Diese deutliche Marktdivergenz hat die Händler in Alarmbereitschaft versetzt, da eine mögliche verbale Intervention aus Tokio erwartet wird.
Bei der Analyse der jüngsten Kursbewegungen stellte Teppei Ino von MUFG fest, dass das USD/JPY-Paar nahe 161,78 eröffnete und kurzzeitig 162,84 testete, bevor es sich umkehrte. Diese Umkehr wurde durch die allgemeine Schwäche des US-Dollars (USD) nach einem schwachen Beschäftigungsbericht und Kommentaren von Fed-Chef Kevin Warsh ausgelöst. Da der Yen jedoch im Vergleich zu anderen G10-Währungen trotz des Dollar-Ausverkaufs relativ schwach blieb, behielt das EUR/JPY-Paar sein Aufwärtsmomentum bei.
Die von Eurostat monatlich veröffentlichten Daten zu den Einzelhandelsumsätzen messen das Volumen der Einzelhandelsumsätze in der Eurozone. Sie zeigen die Leistung des Einzelhandelssektors im kurzfristigen Bereich, der etwa 5% des gesamten Mehrwerts der Volkswirtschaften der Eurozone ausmacht. Die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen werden weithin als Indikator für die Konsumausgaben verfolgt. Prozentuale Veränderungen spiegeln die Veränderungsrate dieser Umsätze wider, wobei der YoY-Wert die Verkaufsvolumina im Referenzmonat mit dem gleichen Monat des Vorjahres vergleicht. Im Allgemeinen wird ein hoher Wert als bullish für den Euro (EUR) angesehen, während ein niedriger Wert als bärisch gilt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Mo Juli 06, 2026 09:00
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Quelle: Eurostat