USD/IDR steigt am zweiten Tag in Folge und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Montag um die Marke von 18.040. Das Paar wertet auf, da der US-Dollar Unterstützung durch die vorherrschenden Markterwartungen von Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) später in diesem Jahr erhält. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Finanzmärkte eine 77,3%ige Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) bis zum Jahresende einpreisen.
Händler werden voraussichtlich den US-Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor des Institute for Supply Management (ISM) beobachten, der später am Tag veröffentlicht wird. Der Fokus der Händler wird sich auf die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung im Juni am Mittwoch verlagern, um klarere Einblicke in den zukünftigen Zinspfad zu erhalten.
Der US-Dollar könnte jedoch Gegenwind erfahren, nachdem die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten der letzten Woche die Märkte veranlasst haben, die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September zurückzuschrauben. Die US Nonfarm Payrolls (NFP) wuchsen im letzten Monat nur um magere 57.000 und verfehlten damit die prognostizierten 110.000 deutlich. Obwohl die offizielle Arbeitslosenquote unerwartet auf 4,2% (von 4,3% im Mai) sank, unterstreicht die deutliche Verlangsamung bei den Neueinstellungen eine breitere wirtschaftliche Abkühlung.
Unterdessen richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung der Devisenreserven Indonesiens für Juni, die am Mittwoch erwartet wird. Im Mai erreichten die Reserven ein fast zweijähriges Tief, nachdem sie aufgrund intensiver Interventionen der Zentralbank zur Verteidigung des Rupiah fünf Monate in Folge gefallen waren. Der anhaltende Rückgang hat Alarmzeichen ausgelöst, wobei Fitch Ratings kürzlich vor potenziellen Risiken für das Kreditprofil des Landes gewarnt hat.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.