Die Dow Jones-Futures steigen um 0,18 % und notieren über 53.280, während die S&P 500-Futures um 0,46 % zulegen und nahe 7.560 gehandelt werden. Unterdessen steigen die Nasdaq 100-Futures während der europäischen Handelszeiten am Montag um 1,03 % auf rund 29.860.
Händler werden voraussichtlich den US ISM Services PMI, der später am Tag veröffentlicht wird, genau beobachten, um eine unmittelbare Richtung zu erhalten, obwohl der Hauptfokus auf der Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung im Juni am Mittwoch liegt, um klarere Hinweise auf den zukünftigen Zinsweg zu erhalten.
US-Aktien-Futures steigen, da schwache US-Arbeitsmarktdaten die Märkte zwingen, die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September zu dämpfen. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte eine 45,0%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte im September einpreisen, nach 48,3 % vor einer Woche. Die Finanzmärkte rechnen jedoch derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 76 % für Zinserhöhungen bis zum Jahresende.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) im Juni stiegen nur um 57.000, deutlich unter der Prognose von 110.000. Während die offizielle Arbeitslosenquote unerwartet von 4,3 % im Mai auf 4,2 % sank, unterstreicht die starke Verlangsamung bei den Neueinstellungen eine breitere wirtschaftliche Abkühlung.
Zusätzlich haben sinkende Ölpreise dazu beigetragen, den zuvor die Befürchtungen vor aggressiven Zinserhöhungen verstärkenden Inflationsdruck zu dämpfen. Die Energiemärkte gaben nach aufgrund wieder anziehender Durchflüsse durch die Straße von Hormus und der Aussicht auf eine erhöhte OPEC+-Förderung.
US-Index-Futures gewinnen zu, nachdem die Wall Street in der vergangenen Woche ihr rekordverdächtiges Momentum aufgebaut hat, wobei der Dow Jones um fast 2 % zulegte und sich der Marke von 53.000 näherte, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 um 1,8 % bzw. 2,1 % zulegten. Diese Marktzuwächse entwickelten sich trotz eines Rückgangs bei Halbleiteraktien. Stattdessen wurde die Rallye von den Sektoren Gesundheitswesen, Finanzen und Industrie getragen, die alle die Woche mit neuen Rekordhochs abschlossen.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.