„Das Risiko, nicht zu handeln, ist schwerwiegender als das Risiko zu handeln“: BoE Greene signalisiert Bereitschaft zur Zinserhöhung

Quelle Fxstreet

Megan Greene, ein Mitglied des geldpolitischen Ausschusses (MPC) der Bank of England (BoE), warnte am Dienstag, dass Haushalte und Unternehmen im Vereinigten Königreich (UK) offenbar empfindlicher auf steigende Inflation reagieren als in der Vergangenheit, und betonte, dass die Risiken, nicht gegen anhaltende Inflation vorzugehen, die Risiken einer unnötigen Straffung der Geldpolitik überwiegen.

Wichtigste Erkenntnisse:

Haushalte und Unternehmen im Vereinigten Königreich sind vermutlich empfindlicher gegenüber Inflationsanstiegen als in früheren Perioden.

In einem Szenario, in dem Energiepreise stärkere Zweitrundeneffekte auf die Inflation erzeugen, sagte Greene, dass die Zinssätze möglicherweise erhöht werden müssen.

Greene argumentierte, dass es von Vorteil ist, früher bei den Zinssätzen zu handeln, und stellte fest, dass die Geschwindigkeit der geldpolitischen Reaktion genauso wichtig sein kann wie ihr Ausmaß.

Sie sagte, sie lege im Vergleich zur Unterstützung der Wirtschaftsleistung ein relativ hohes Gewicht auf die Stabilisierung der Preise.

Greene fügte hinzu, dass das Risiko, gegen die Inflation vorzugehen, selbst wenn sich diese als weniger hartnäckig erweist, weniger schwerwiegend ist als das Risiko, nicht zu handeln."

BoE - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of England (BoE) legt die Geldpolitik Großbritanniens fest. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität mit einer Inflationsrate von 2 %. Änderungen des Leitzinses wirken sich unmittelbar auf den Wert des britischen Pfunds aus.

Wenn die Inflation das Ziel der Bank of England übersteigt, reagiert sie mit Zinserhöhungen, was es für Privatpersonen und Unternehmen teurer macht, Kredite aufzunehmen. Dies ist positiv für das Pfund, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für globale Investoren attraktiver machen.

In Krisenzeiten greift die Bank of England zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE). Diese Politik wird angewandt, wenn Zinssenkungen nicht ausreichen, um das Finanzsystem wieder in Gang zu bringen. QE bedeutet, dass die Bank of England große Mengen an Geld druckt, um Vermögenswerte – in der Regel Staatsanleihen oder hoch bewertete Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten zu kaufen. Dies soll die Kreditvergabe ankurbeln, hat jedoch oft zur Folge, dass das Pfund Sterling an Wert verliert.

Die sogenannte Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) und wird in Phasen einer erstarkenden Wirtschaft und steigender Inflation angewendet. Während die Bank of England im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt, um die Kreditvergabe anzukurbeln, stellt sie bei QT diese Käufe ein und reinvestiert fälliges Kapital aus bereits gehaltenen Anleihen nicht. QT gilt in der Regel als förderlich für die Stabilität des britischen Pfunds.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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