Die Nationalbank von Polen (NBP) entsprach dem breiten Konsens unter den Marktteilnehmern und beließ die Zinssätze am Dienstag unverändert, wobei sie einen vorsichtigen Ton anschlug und erklärte, dass zukünftige Daten die geldpolitischen Entscheidungen leiten würden, aber auch, dass Inflationsbedenken nach wie vor sehr präsent sind.
Die Zentralbank hielt die Zinsen bei 3,75 %, doch die Entscheidungsträger erklärten, dass die nächsten Maßnahmen davon abhängen würden, wie sich der wirtschaftliche Ausblick entwickelt, und belassen die Bank vorerst fest im Abwarten-Modus.
Darüber hinaus nannte die NBP eine Reihe von Variablen, die das Inflationsbild erschweren könnten, darunter die Fiskalpolitik, robustes Lohnwachstum und Gesetze, die die Kraftstoffkosten beeinflussen, die alle den Verbraucherpreisen Aufwärtsdruck verleihen könnten.
Außerdem erklärten die Zinspolitiker, dass das größere globale Umfeld weiterhin eine Gefahr für die polnische Wirtschaft darstellt, wobei die gestiegene geopolitische Unsicherheit ein wesentlicher Faktor für die Beibehaltung der Zinssätze ist.
Eine interessante Ergänzung war die Erinnerung der NBP, dass sie bereit bleibt, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, ein Signal dafür, dass die Entscheidungsträger die Volatilität des Zloty (PLN) genau beobachten.
FX-Auswirkung: Die polnische Währung gewinnt nach der Entscheidung der Bank etwas an Tempo, genug, um EUR/PLN aus dem Bereich der Tageshochs nahe 4,2370 zu lösen und zurück in die Zone um 4,2340 zu rutschen, knapp unterhalb ihres wichtigen 200-Tage-SMA.

Fazit: Die NBP hat es nicht eilig, ihr nächstes Vorgehen zu signalisieren. Während die Zinsen unverändert bleiben, sehen die Entscheidungsträger weiterhin Inflationsrisiken am Horizont und scheinen entschlossen, maximale Flexibilität zu bewahren, während sie die eingehenden Daten und ein zunehmend unsicheres geopolitisches Umfeld bewerten.