Das Paar USD/CAD bleibt während der asiatischen Sitzung am Donnerstag auf der Hinterhand, wobei die Bären nun auf einen Bruch unter die psychologische Marke von 1,4000 warten, bevor sie sich für eine Ausweitung des Rücksetzers vom Vortag von einem Ein-Wochen-Hoch positionieren.
Die Rohölpreise erholen sich leicht von einem am Mittwoch erreichten Mehrwochentief von über drei Wochen, da Raketenangriffe der vom Iran unterstützten Houthi im Jemen auf saudische Öltanker im Roten Meer Sorgen über Versorgungsunterbrechungen über die wichtige Route schüren. Dies wiederum dürfte den rohstoffgebundenen Loonie stützen. Anleger bleiben jedoch hoffnungsvoll hinsichtlich eines möglichen US-Iran-Friedensabkommens, was den US-Dollar (USD) in der Defensive hält und sich als ein weiterer Faktor erweist, der als Gegenwind für das Paar USD/CAD wirkt.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, sagte, dass Iran und Oman kurz davor seien, einen vorgeschlagenen Rahmen für den kommerziellen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus fertigzustellen. Dies trägt zur Zuversicht über die Erwartungen einer diplomatischen Lösung bei, um einen fünf Monate alten US-Iran-Krieg zu beenden, was zusammen mit nachlassenden Wetten auf Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed dem USD nicht dabei hilft, nennenswerte Käufer anzuziehen. Händler scheinen jedoch zögerlich, vor den entscheidenden monatlichen Arbeitsmarktdaten aggressive Wetten einzugehen.
Der allgemein bekannte US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht wird am Freitag zusammen mit den kanadischen Beschäftigungsdaten veröffentlicht, was dem Paar USD/CAD einen gewissen Auftrieb geben dürfte. Händler werden zudem weitere Hinweise aus neuen Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten ziehen. In der Zwischenzeit macht das gemischte fundamentale Umfeld es ratsam, auf einen gewissen Anschlussverkauf zu warten, bevor man sich für die Wiederaufnahme des Rückgangs des Paares USD/CAD vom Juni-Swing-Hoch positioniert.
Im Tageschart behält USD/CAD einen kurzfristig bearishen Ton bei und bleibt unter dem 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,4070 gedeckelt. Die Unfähigkeit, diesen übergeordneten SMA zurückzuerobern, deutet darauf hin, dass Anstiege verkauft werden, wobei sich das Paar am unteren Ende seiner jüngsten Handelsspanne konsolidiert. Ein Tagesschluss über diesem Niveau würde jedoch auf eine tiefere Korrekturbewegung hindeuten, während ein anhaltender Handel darunter das Risiko weiterer Verluste erhöht.
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Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.