GBP/USD gewinnt nach leichten Verlusten am Vortag an Boden und notiert während der europäischen Handelszeit am Dienstag um 1,3470. Das Währungspaar wertet auf, da der US-Dollar (USD) aufgrund nachlassender Risikoaversion infolge eines teilweisen Waffenstillstands zwischen der Hisbollah und Israel an Boden verliert.
US-Präsident Donald Trump kündigte am Montag in den sozialen Medien an, dass Israel zugestimmt habe, alle Truppen zurückzuziehen, die sich auf einen Angriff auf Beirut und dessen von der Hisbollah kontrollierte Vororte vorbereiteten. Darüber hinaus kommunizierte Trump auch über Vermittler mit der Iran-nahen libanesischen Miliz Hisbollah und sicherte sich das Versprechen, dass diese Israel nicht angreifen werde.
Der US-Dollar könnte jedoch angesichts zunehmender Risikoaversion aufgrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten wieder an Boden gewinnen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass Teheran die indirekten Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten eingestellt habe. Iran und seine Verbündeten der „Widerstandsfront“, die Jemen, Libanon und Irak umfassen, haben eine Agenda aufgestellt, um die strategisch wichtige Straße von Hormus vollständig zu blockieren und weitere Fronten, darunter die Straße von Bab el-Mandeb, zu aktivieren, um Israel und seine Unterstützer zu bestrafen.
Axios berichtete auf X, dass Iran letzte Woche zusätzliche Seeminen in der Straße von Hormus ausgelegt habe. Diese Entwicklungen zusammen stellen ein erhebliches Hindernis für eine schnelle Lösung der Krise dar, die die Straße von Hormus, einen wichtigen Engpass für die weltweiten Öl- und verflüssigten Erdgaslieferungen, bereits effektiv lahmgelegt hat.
Der Gouverneur der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, signalisierte am Freitag, dass die Zentralbank keine Eile habe, die Zinsen anzuheben, und verwies auf das schwache inländische Wirtschaftswachstum sowie das hochgradig unvorhersehbare Ergebnis des Krieges im Iran. Als Reaktion auf diese vorsichtige Haltung haben die Geldmarktfutures ihre Erwartungen angepasst; laut Reuters preisen die Märkte derzeit eine Straffung um 32 Basispunkte für das Jahr ein, was eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt garantiert und etwa eine 30%ige Chance auf eine zweite widerspiegelt.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.