Der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, sagte, die US-Zentralbank würde das öffentliche Vertrauen beschädigen, das erforderlich ist, um eine starke und stabile Wirtschaft zu unterstützen, wenn jeder Präsident Fed-Beamte wegen Meinungsverschiedenheiten in der Geldpolitik entlassen könnte, berichtete Bloomberg am Montag.
Powells Äußerungen erfolgten, während das höchste US-Gericht über das Schicksal der Fed-Gouverneurin Lisa Cook berät, die US-Präsident Donald Trump wegen unbelegter Vorwürfe von Hypothekenbetrug entlassen wollte. Cook hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.
Wenn eine Regierung einen Weg findet, Fed-Beamte wegen Meinungsverschiedenheiten in der Geldpolitik zu entfernen, werden zukünftige Regierungen dies ebenfalls tun.
Die Glaubwürdigkeit der Fed wäre verloren.
Unsere Glaubwürdigkeit wurde über viele Jahrzehnte aufgebaut und erhalten, und wir haben die Pflicht, dieses unbezahlbare Gut für unsere Mitbürger und für kommende Generationen zu schützen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt der US Dollar Index (DXY) mit 0,13% im Tagesplus bei 99,05.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.