NZD/USD verliert an Wert, nachdem er zu Beginn der asiatischen Handelszeit am Montag auf einem höheren Niveau als beim vorherigen Schlusskurs eröffnet hatte, bleibt jedoch im positiven Bereich und handelt um 0,5870. Der Neuseeland-Dollar kämpft gegenüber dem US-Dollar (USD), nachdem die Mehrheit der Mitglieder des NZIER Shadow Boards eine Beibehaltung des Leitzinses Neuseelands bei 2,25 % bei der geldpolitischen Entscheidung am 27. Mai unterstützte.
Die Mitglieder des NZIER Shadow Boards, die für eine Zinshaltung plädierten, betonten, dass der aktuelle Ölpreisschock angebotsbedingt und nicht nachfragebedingt sei. Sie verwiesen zudem auf nachlassende Wirtschaftsindikatoren und stellten fest, dass die Arbeitslosenquote auf 5,6 % zusteuert und das BIP-Wachstum im vorangegangenen Quartal mit 0,2 % schleppend war. Im Gegensatz dazu argumentierte eine Minderheit von drei Mitgliedern, dass die geldpolitische Straffung sofort beginnen sollte, und hob hervor, dass die Realzinsen über einen längeren Zeitraum niedrig oder negativ geblieben seien, während der Inflationsdruck zunimmt.
Das Währungspaar NZD/USD hält die Gewinne, da der US-Dollar an Boden verliert, weil die Nachfrage nach sicheren Häfen nachlässt, angesichts zunehmender Zuversicht über eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran, die die breiteren Marktbedenken hinsichtlich Inflation und bevorstehender Zinserhöhungen der Fed gemildert hat.
Ein Bericht von Axios zitierte einen US-Beamten, wonach die Vereinigten Staaten (US) und der Iran kurz davorstehen, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die eine Verlängerung des Waffenstillstands um 60 Tage vorsieht. Im Rahmen dieses vorgeschlagenen Abkommens würde die Straße von Hormus wieder geöffnet, und der Iran würde sich verpflichten, Minen zu räumen, die er in der Wasserstraße ausgelegt hat, während Schiffe freien Durchgang erhalten. Im Gegenzug würde die US-Regierung ihre derzeitige Blockade der iranischen Häfen aufheben.
Unterdessen bewerten Investoren weiterhin die zukünftigen Aussichten der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed). Diese Vorsicht folgt auf die Äußerung von Federal Reserve Gouverneur Christopher Waller, der signalisierte, dass er nicht mehr der Ansicht ist, die Zentralbank sollte in ihrer offiziellen Politik eine Lockerungsneigung beibehalten, was eine weitere Komplexitätsebene für die globale Wirtschaftslage hinzufügt.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.