Der Gouverneur der Federal Reserve (Fed), Michael Barr, sagte laut einem Reuters-Bericht vom Donnerstag, dass die Lockerung der Liquiditätsvorschriften, um die Bilanzsumme der Zentralbank zu verkleinern, eine schlechte Idee sei und die Sicherheit des Finanzsystems untergraben könnte.
Lockerung der Liquiditätsvorschriften zur Reduzierung der Fed-Bilanz nicht ratsam.
Die Senkung der Liquiditätsanforderungen würde die Stabilitätsrisiken nur erhöhen.
Eine reduzierte Bilanz könnte die Mittelzuflüsse zu den Fed-Liquiditätseinrichtungen steigern.
Eine reduzierte Fed-Bilanz würde wahrscheinlich die Interventionen der Fed erhöhen.
Die Fed arbeitet daran, die Laufzeit der Bilanz an den breiteren US-Staatsanleihenmarkt anzupassen.
Es ist zweifelhaft, dass eine Anpassung der Liquiditätsdeckungsquote die Nachfrage nach Reserven wesentlich beeinflussen wird.
Das Instrumentarium der Geldpolitik ist seit langem effektiv.
Eine effektive Umsetzung der Geldpolitik dreht sich um das Management der Zinssätze.
Die Erzeugung von Reserven kostet die Fed nichts.
Die Liquiditätsanforderungen sollten steigen, nicht sinken.
Die Rückkehr zu begrenzten Reserven würde erhebliche Kompromisse mit sich bringen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der US Dollar Index (DXY) bei rund 98,95 und liegt damit 0,07 % im Plus für den Tag.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.