NZD/USD fiel am Donnerstag um 0,4% und gab im Verlauf der Sitzung nach, um auf frischen Tagestiefs zu schließen. Das Paar bewegte sich in den letzten Wochen in einer breiten Spanne und konnte den Höchststand Anfang März bei rund 0,6120 nicht erneut testen. Das bärische Momentum nahm am Nachmittag zu, wobei die Tageskerze nahe den Sitzungstiefs schloss.
Der neuseeländische Dollar fehlte am Donnerstag eine starke inländische Erzählung, da der Business NZ Performance of Manufacturing Index (PMI) für April nach Handelsschluss mit einem vorherigen Wert von 53,2 veröffentlicht wird. Der Business NZ Performance of Services Index (PSI) steht am Wochenende mit einem vorherigen Wert von 46 an, und die Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex (PPI) Output für das erste Quartal erfolgt am Montag. Die Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze Chinas für April, die am selben Tag veröffentlicht werden, bleiben angesichts der Handelsbeziehungen für den neuseeländischen Dollar relevant, mit vorherigen Jahreswerten von 5,7% bzw. 1,7%.
Auf der US-Dollar-Seite entsprachen die Einzelhandelsumsätze im April mit 0,5% MoM dem Konsens, während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 211.000 gegenüber einem Konsens von 205.000 stiegen, was eine moderate Abweichung darstellt. Mehrere Fed-Vertreter, darunter der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, äußerten sich im Verlauf der Sitzung. Die Märkte blicken nun auf das FOMC-Protokoll am kommenden Mittwoch sowie auf die Verbraucherumfrage der University of Michigan (UoM) und die Inflationserwartungen für ein Jahr am Freitag, wobei der vorherige Wert der Inflationserwartungen von 4,5% voraussichtlich genau beobachtet wird.
Im Fünf-Minuten-Chart notiert NZD/USD bei 0,5916, hält sich unter dem Tageseröffnungskurs bei 0,5937 und zeigt eine leichte intraday bärische Tendenz, während das Paar nahe den Sitzungstiefs konsolidiert. Der aktuelle Stochastic RSI ist in Richtung des unteren Bandes gefallen, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum nachlässt, obwohl der Kurs weiterhin unter dem Eröffnungsniveau gedeckelt bleibt.
Auf der Oberseite fungiert die Tageseröffnung bei 0,5937 als erster Widerstand, den die Bullen zurückerobern müssten, um den unmittelbaren Abwärtsdruck zu verringern. Auf der Unterseite, da keine nahegelegenen preisbezogenen Unterstützungen vorhanden sind, könnten Händler den nachlassenden Stochastic RSI als Zeichen dafür werten, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte, anstatt sich zu beschleunigen, falls das Paar weiterhin um die 0,5916er-Marke driftet.
Im Tageschart notiert NZD/USD bei 0,5916. Das Paar hält sich über dem 50-Tage- und 200-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA), die sich um 0,59 gruppieren und einen konstruktiven kurzfristigen Ton verstärken, da sie nun als zugrundeliegende Nachfrage fungieren. Der erhöhte Stochastic RSI nahe 78 deutet darauf hin, dass das bullische Momentum weiterhin vorhanden ist, obwohl die Bedingungen sich in Richtung überkauft bewegen, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtstrend ohne frischen Katalysator an Schwung verlieren könnte.
Auf der Unterseite zeigt sich die unmittelbare Unterstützung am 50-Tage-EMA bei etwa 0,5884, gefolgt vom 200-Tage-EMA nahe 0,5864, wo Käufer kürzlich die breitere Basis verteidigten. Ein Tagesschluss unterhalb dieses EMA-Bandes würde die aktuelle bullische Tendenz schwächen und ein tieferes Rückschrittrisiko in Richtung vorheriger Tiefs eröffnen, während ein Halten darüber den Fokus auf allmähliche Erholungsversuche in Richtung der 0,60er-Region richtet.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.