BoE-Mitglied Greene: Inflationsrisiken sind nach oben verzerrt

Quelle Fxstreet

Megan Greene, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses (MPC) der Bank of England (BoE), sagte während der europäischen Handelssitzung am Montag, dass die Zentralbank abwarten müsse, wie sich die Konflikte im Nahen Osten zuspitzen, bevor sie geldpolitische Anpassungen vornimmt.

Kommentare

Es lohnt sich abzuwarten, wie sich der US-Iran-Krieg entwickelt, bevor über Zinserhöhungen entschieden wird.

Die Inflationsrisiken sind vollständig nach oben gerichtet.

Eine schwache Wirtschaft und ein lockerer Arbeitsmarkt sollten die Zweitrundeneffekte des Energieschocks begrenzen.

Marktreaktion

Auf Megan Greenes Äußerungen gibt es keine unmittelbare Reaktion beim Britischen Pfund (GBP). Der Grund könnte sein, dass es an aussagekräftigen Hinweisen zur geldpolitischen Perspektive fehlt. Zum Zeitpunkt der Erstellung liegt GBP/USD um 0,17 % niedriger bei etwa 1,3610, hat aber den Großteil seiner frühen Verluste wieder aufgeholt.

BoE - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of England (BoE) legt die Geldpolitik Großbritanniens fest. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität mit einer Inflationsrate von 2 %. Änderungen des Leitzinses wirken sich unmittelbar auf den Wert des britischen Pfunds aus.

Wenn die Inflation das Ziel der Bank of England übersteigt, reagiert sie mit Zinserhöhungen, was es für Privatpersonen und Unternehmen teurer macht, Kredite aufzunehmen. Dies ist positiv für das Pfund, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für globale Investoren attraktiver machen.

In Krisenzeiten greift die Bank of England zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE). Diese Politik wird angewandt, wenn Zinssenkungen nicht ausreichen, um das Finanzsystem wieder in Gang zu bringen. QE bedeutet, dass die Bank of England große Mengen an Geld druckt, um Vermögenswerte – in der Regel Staatsanleihen oder hoch bewertete Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten zu kaufen. Dies soll die Kreditvergabe ankurbeln, hat jedoch oft zur Folge, dass das Pfund Sterling an Wert verliert.

Die sogenannte Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) und wird in Phasen einer erstarkenden Wirtschaft und steigender Inflation angewendet. Während die Bank of England im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt, um die Kreditvergabe anzukurbeln, stellt sie bei QT diese Käufe ein und reinvestiert fälliges Kapital aus bereits gehaltenen Anleihen nicht. QT gilt in der Regel als förderlich für die Stabilität des britischen Pfunds.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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