Die Dow-Jones-Futures verlieren 0,12% und notieren während der frühen europäischen Handelsstunden am Montag nahe 49.630, vor der regulären Eröffnung in den Vereinigten Staaten (US). Unterdessen fällt der S&P 500 um 0,10% auf etwa 7.410, und die Nasdaq-100-Futures geben leicht um 0,06% auf rund 29.300 nach.
Die US-Aktien-Futures tendieren aufgrund zunehmender Risikoaversion leicht nach unten, da die Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch im Nahen Osten zu schwinden beginnen. US-Präsident Donald Trump wies kürzlich Irans neuesten Friedensvorschlag zurück und bezeichnete ihn als „völlig inakzeptabel“. Während Teheran den Wunsch geäußert hat, den Konflikt auf allen Fronten, einschließlich Libanon, zu beenden und wichtige Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus zu sichern, hat das Fehlen eines konkreten Zeitplans für die Wiedereröffnung der Wasserstraße die Märkte nervös gemacht. Diese ins Stocken geratenen Verhandlungen, zusammen mit erneuten Angriffen am Wochenende, haben den fragilen Waffenstillstand gefährdet, der seit Anfang April galt.
Die Risikoaversion wurde durch steigende Energiekosten weiter verstärkt, und der restriktive Ausblick der Federal Reserve (Fed) dämpft die Risikobereitschaft der Anleger für risikosensitive Vermögenswerte. Zudem verlangsamten sich die US-Nonfarm-Payrolls im April auf 115K von 185K im März, wobei die Zahl die von Analysten erwarteten 62K deutlich übertraf. Da die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3% bleibt, hat die Fed ausreichend Gründe, ihre restriktive Geldpolitik beizubehalten.
Die Anleger werden am Montag voraussichtlich einen hochspannenden Tag an der Wall Street erleben, da eine Flut von Unternehmensberichten erwartet wird. Wichtige Akteure, die ihre finanzielle Lage offenlegen, sind unter anderem Energy Corporation, Barrick Mining Corporation, Fox Corporation und Figure Technology Solutions, Inc., was einen doppelten Blick auf makroökonomische Trends und die Performance einzelner Branchen ermöglicht. Die Händler werden ihren Fokus auf die Inflationsdaten für April am Dienstag richten, um zu beurteilen, wie die steigenden Ölpreise die breitere US-Wirtschaft beeinflussen.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.