Fed-Gouverneur Stephen Miran sagte in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit Fox Business, dass die Zentralbank die Zinsen senken sollte, und stellte klar, dass die derzeitige Politik den Arbeitsmarkt bremst.
Ich halte es für angemessen, die Zinsen zu senken.
Die Politik der Fed bremst den Arbeitsmarkt.
Die Fed sollte weniger Forward Guidance geben.
Weniger Forward Guidance macht die Politik flexibler.
Die Fed sollte Energie-Schocks ignorieren.
Weder der Arbeitsmarkt noch die Inflationserwartungen deuten auf eine höhere Inflation hin.
Die Hoffnung, dass Powell bleibt, ist vorübergehend und nichts weiter.
Es gibt sehr gute Gründe, die Fed-Bilanz zu reduzieren.
Nach den dovishen Kommentaren von Fed-Gouverneur Miran ist keine Auswirkung auf den US-Dollar (USD) zu beobachten. Während der US-Dollar-Index (DXY) bereits 0,3 % niedriger bei rund 97,95 notiert, vor der Veröffentlichung der US Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.