AUD/USD gibt nach zwei Gewinntagen leicht nach und notiert während der asiatischen Handelszeit am Donnerstag um 0,7230. Der australische Dollar (AUD) könnte jedoch gegenüber dem US-Dollar (USD) an Boden gewinnen, da Hoffnungen bestehen, dass sich die USA und Iran einer Einigung zur Beendigung des Krieges nähern. Händler warten auf die australischen Handelsbilanzdaten für März, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden.
Die BBC berichtete am Mittwoch, dass Iran erklärte, ein US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges werde „noch geprüft“, nachdem Berichte über eine mögliche Einigung zwischen den beiden Ländern veröffentlicht wurden. Die USA haben Iran ein einseitiges Memorandum of Understanding vorgelegt, das eine schrittweise Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung der amerikanischen Blockade iranischer Häfen vorsieht. Detaillierte Gespräche über Irans Nuklearprogramm würden später im Prozess folgen, sagte die Quelle und fügte hinzu, dass bisher nichts vereinbart worden sei.
CNBC berichtete am Mittwoch, dass US-Präsident Donald Trump sagte, Iran werde „in viel größerem Umfang“ bombardiert, falls es sich nicht auf einen Friedensvertrag einlasse. Trump schrieb in einem Beitrag auf Truth Social, die US-Militäroffensive namens Operation Epic Fury „wird beendet sein“, wenn Iran „zustimmt, was vereinbart wurde, was vielleicht eine große Annahme ist.“
Der US-Dollar könnte vor Herausforderungen stehen, da nachlassende Sorgen über Preissteigerungen die US-Notenbank (Fed) dazu bewegen könnten, den Leitzins zu senken, anstatt die Geldpolitik länger restriktiv zu halten.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.