Die anhaltend negativen Finanzierungsraten bei Bitcoin könnten laut einem Bericht von K33 vom Dienstag eine günstige Einstiegszone für Käufer darstellen.
Das Analysehaus betont, dass die durchschnittlichen 30-Tage-Finanzierungsraten von Bitcoin seit 67 Tagen in Folge negativ sind – die längste Phase in den 2020er-Jahren. Der anhaltend negative Trend trotz einer Kurserholung deute darauf hin, dass der Markt weiterhin defensiv ausgerichtet sei.
K33 verweist darauf, dass längere Phasen negativer Finanzierungsraten historisch häufig mit Markt-Tiefs zusammenfielen, da überfüllte Short-Positionen tendenziell nach oben aufgelöst werden.
„Alle bisherigen Phasen anhaltend negativer Finanzierungsraten zeigen einen klaren Trend: Bitcoin steigt in der Regel, sobald sich die Marktstimmung stark auf defensive Wetten konzentriert“, heißt es in dem Bericht.
Daten aus früheren Marktzyklen zeigen, dass Käufe von Bitcoin in solchen Phasen höhere und stabilere Renditen liefern als zufällige Einstiegszeitpunkte.
„Alle bisherigen Phasen, die dem aktuellen Umfeld ähneln, haben sich als sehr attraktive Gelegenheiten für entschlossene Investitionen erwiesen“, ergänzte K33.
Das Signal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin weiter an Dynamik gewinnt und nach einer Woche stetiger Kursanstiege auf dem höchsten Stand seit Januar gehandelt wird. Gleichzeitig bewegen sich die Handelsvolumina am Kassamarkt nahe Jahrestiefs, was auf eine begrenzte Beteiligung sowohl neuer Käufer als auch Verkäufer hindeutet.
Auf der anderen Seite nimmt der Einsatz von Hebelprodukten an den Derivatemärkten zu. Das offene Interesse steigt weiter, während die Finanzierungsraten negativ bleiben. Diese Divergenz deutet auf die Möglichkeit eines sogenannten Short Squeeze hin, bei dem eine stark pessimistische Marktpositionierung bei einem Stimmungsumschwung zusätzliche Aufwärtsbewegungen auslösen könnte.
„Anleger, die in solchen Phasen einsteigen, verzeichnen geringere Abwärtsvolatilität und verbringen weniger Zeit in Verlustpositionen, was die Nutzung von Finanzierungsraten als praktisches Instrument für Allokationsentscheidungen bei Bitcoin untermauert“, heißt es weiter.
Unterdessen stellt K33 fest, dass die Aktivität an der Chicago Mercantile Exchange trotz der jüngsten Kurserholung von Bitcoin gedämpft bleibt. Zwar ist das offene Interesse seit dem Auslaufen der April-Kontrakte gestiegen und die Terminstruktur hat sich ausgeweitet, doch liegt die Gesamtpositionierung weiterhin deutlich unter den jüngsten Höchstständen.
Der Bericht verzeichnet zudem einen moderaten Anstieg der Aktivität bei futuresbasierten börsengehandelten Fonds (ETFs) sowie bei aktiven Marktteilnehmern.
Dennoch bleibt die Beteiligung hinter dem Niveau der Jahre 2024 und 2025 zurück, was darauf hindeutet, dass institutionelle Investoren nur vorsichtig zurückkehren und ihr Kapital noch nicht in vollem Umfang einsetzen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung notiert Bitcoin bei 81.564 US-Dollar und liegt damit im Tagesverlauf rund 2 Prozent im Plus.