West Texas Intermediate (WTI), die US-amerikanische Rohöl-Benchmark, wird am frühen Donnerstag im asiatischen Handel um 93,25 USD gehandelt. Der WTI-Preis sinkt aufgrund von Optimismus über eine mögliche Einigung zur Beendigung des Krieges mit Iran.
Die USA und der Iran arbeiten laut Bloomberg an einem vorläufigen Rahmen für eine Vereinbarung, die darauf abzielt, den Krieg zu beenden und die Grundlage für umfassendere Nuklearverhandlungen zu schaffen. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die USA in den letzten 24 Stunden „sehr gute Gespräche“ mit dem Iran geführt haben, es aber keine Frist gibt, bis wann er eine Rückmeldung aus Teheran erwartet.
Eine potenzielle Einigung mit dem Iran zur Beendigung des andauernden Konflikts und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer wichtigen globalen Öltransportroute, stärkte die Hoffnungen auf verbesserte Lieferflüsse und belastete den WTI-Preis weiter.
Die US-Rohölbestände sinken weiterhin. Laut dem wöchentlichen Bericht der Energy Information Administration (EIA) gingen die Rohölvorräte in den USA für die Woche bis zum 1. Mai um 2,314 Millionen Barrel zurück, nach einem Rückgang von 6,233 Millionen Barrel in der Vorwoche. Der Marktkonsens hatte einen Rückgang um 2,8 Millionen Barrel erwartet.
Analysten von Goldman Sachs berichteten, dass die globalen Ölbestände sich dem niedrigsten Stand der letzten acht Jahre nähern und warnten, dass die rasche Reduzierung der Reserven vor dem Hintergrund begrenzter Lieferungen zu einem kritischen Faktor wird.
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.