IWF-Georgieva warnt vor „viel schlimmerem Ergebnis“, wenn der Nahostkrieg bis 2027 andauert

Quelle Fxstreet

Die Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, warnte, dass die Inflation bereits anzieht und die Weltwirtschaft mit einem „viel schlimmeren Ergebnis“ konfrontiert sein könnte, wenn der Krieg im Nahen Osten bis 2027 andauert und die Ölpreise etwa 125 Dollar pro Fass erreichen, berichtete Reuters am Dienstag.

Wichtige Zitate

Dieses Szenario liegt mit jedem Tag, der vergeht, immer weiter im Rückspiegel.
Die Fortsetzung des Krieges, eine Prognose eines Ölpreises um oder über 100 Dollar pro Fass und steigende inflationsbedingte Druckfaktoren bedeuten, dass das „ungünstige Szenario“ des IWF bereits in Kraft ist.
Die langfristigen Inflationserwartungen bleiben verankert und die finanziellen Bedingungen verschärfen sich nicht, aber das könnte sich ändern, wenn der Krieg andauert.
Wenn dies nun bis 2027 andauert und wir Ölpreise von mehr oder weniger 125 Dollar haben, dann müssen wir mit einem viel schlimmeren Ergebnis rechnen.
Dann werden wir sehen, wie die Inflation steigt und unvermeidlich beginnen die Inflationserwartungen sich zu lösen.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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