Ein am Donnerstag von der Bank of Japan (BoJ) veröffentlichter Bericht zeigte, dass die Auswirkungen des Yen-Schwäche-Schocks auf die Inflation größer sind als die des Ölpreisschocks. Die Schwächung des JPY treibt die Preise für eine breite Palette von Waren und Dienstleistungen nach oben und gibt damit einen stärkeren Impuls für die Verbraucherpreisinflation ohne frische Lebensmittel und Energie.
Die Auswirkungen des Yen-Schwäche-Schocks auf die Inflation sind größer als die des Ölpreisschocks.
Der schwache Yen treibt die Preise für eine breite Palette von Waren und Dienstleistungen nach oben und gibt damit einen stärkeren Impuls für die Verbraucherpreisinflation ohne frische Lebensmittel und Energie.
Steigende Ölpreise üben einen ziemlich großen Aufwärtsdruck auf eine kleinere Anzahl von energierelevanten Gütern aus, was bedeutet, dass die Auswirkungen auf den Verbraucherpreisindex ohne frische Lebensmittel und Energie nicht sehr groß sind.
Der Yen-Schwäche-Schock weitet Löhne und Gewinnmargen aus und führt zu einem Anstieg des BIP-Deflators, während der Energieschock Löhne und Gewinnmargen einschränkt und zu einem Rückgang des BIP-Deflators führt.
Bei Redaktionsschluss notierte das Paar USD/JPY um 0,02% höher bei 160,48.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.