USD/CHF bleibt aufgrund des hawkischen Tons der Fed über 0,7900 stärker

Quelle Fxstreet
  • USD/CHF steigt, da der US-Dollar nach der Zinssatzentscheidung der Fed, die jedoch eine hawkischere Haltung signalisierte, zurückprallt.
  • Morgan Stanley erwartet nun keine Fed-Zinsänderungen in diesem Jahr mehr und hat die Prognosen für Zinssenkungen im September und Dezember aufgegeben.
  • Der Schweizer KOF Frühindikator für März wird später am Tag veröffentlicht.

USD/CHF setzt seine Gewinne am dritten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag um 0,7920. Das Paar steigt, da der US-Dollar (USD) von Intraday-Verlusten zurückprallt und die Gewinne hält, nachdem die Federal Reserve (Fed) die Zinsen unverändert ließ, aber angesichts steigender Inflationssorgen einen hawkischeren Ton anschlug.

Morgan Stanley hatte zuvor zwei Zinssenkungen der Fed um jeweils 25 Basispunkte im September und Dezember prognostiziert, hat seine Einschätzung nun jedoch dahingehend geändert, bis Jahresende keine Änderungen mehr zu erwarten. Das Unternehmen verweist auf anhaltend hohe Inflation und jüngste Daten, die auf eine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit hinweisen, als Hauptgründe für die Revision.

Der Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte am Mittwoch mit 8 zu 4 Stimmen dafür, die Zinssätze im Bereich von 3,5 % bis 3,75 % unverändert zu lassen, was die erste Situation mit vier abweichenden Stimmen seit Oktober 1992 darstellt. Das Komitee betonte, dass „die Inflation weiterhin erhöht bleibt, teilweise aufgrund des jüngsten Anstiegs der globalen Energiepreise.“

Die Nachfrage nach sicheren Häfen stützt zudem den Greenback gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Seeblockade gegen den Iran werde fortgesetzt, bis ein Atomabkommen gesichert sei, und wies Forderungen zurück, wichtige Routen wieder zu öffnen. Er favorisiert wirtschaftlichen Druck gegenüber militärischen Maßnahmen. Der Iran warnte vor Vergeltung und beschuldigte Washington, Zwangs- und Destabilisierungstaktiken einzusetzen, um Gehorsam zu erzwingen.

Die am Mittwoch veröffentlichten ZEW-Daten zeigten, dass sich die Schweizer Umfrageerwartungen im April auf -30,3 verbesserten, nach -35,0 im März, dem tiefsten Stand seit sechs Monaten. Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet, dass sich die Aussichten in den nächsten sechs Monaten stabil bleiben, während etwas mehr als ein Drittel eine Verschlechterung prognostiziert. Der KOF Frühindikator für März wird später am Tag veröffentlicht.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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