Gold erholt sich, während Händler Trumps Iran-Frist beobachten

Quelle Fxstreet
  • Der Goldpreis erholt sich am Dienstag im frühen asiatischen Handel auf rund 4.660 USD. 
  • Trump bezeichnete den Iran-Waffenstillstandsvorschlag als „bedeutend“, aber „nicht gut genug“.
  • Der US-Iran-Konflikt hat Inflationsängste geschürt, weshalb einige Analysten für 2026 keine Zinssenkungen mehr prognostizieren.

Der Goldpreis (XAU/USD) erholt sich am Dienstag im frühen asiatischen Handel auf rund 4.660 USD. Das Edelmetall steigt, während Händler die Frist von US-Präsident Donald Trump für Militärschläge auf die iranische Infrastruktur nach der Schließung der Straße von Hormus beobachten.

Trump sagte am Montag, dass der jüngste Vorschlag für einen US-Waffenstillstand mit dem Iran „nicht gut genug“ sei, kurz vor seiner schnell näher rückenden Frist, wonach der Iran entweder die Straße von Hormus wieder öffnen oder mit schweren Angriffen auf seine zivile Infrastruktur rechnen müsse.

Der US-Präsident bekräftigte seine Drohungen, am Dienstag um 20 Uhr ET die Energie- und Verkehrsinfrastruktur Irans anzugreifen, falls die Straße nicht wieder geöffnet wird. Steigende Rohölpreise aufgrund von Angebotsbedenken im Zusammenhang mit der Straße von Hormus könnten jedoch die Inflationssorgen verstärken. Dies könnte die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) verschieben und die renditelosen Anlagen belasten. Gold wird oft in Zeiten geopolitischer Unsicherheit genutzt, bringt aber keine Zinsen, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.

Futures zeigten laut dem CME FedWatch Tool praktisch keine Chance für eine Änderung bei der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) am 28. und 29. April und eine 77,5%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bis zum Jahresende an der Zinspolitik festhält.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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