Der Gouverneur der Federal Reserve (Fed), Michael Barr, sagte am Dienstag, dass die Zentralbank die Zinsen „für einige Zeit“ stabil halten müsse, bevor weitere Senkungen gerechtfertigt seien, und verwies auf die weiterhin über dem 2%-Ziel der Fed liegende Inflation sowie die Risiken durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten.
Der Krieg hat die Risiken angesichts hoher Ölpreise erhöht.
Der Arbeitsmarkt scheint sich zu stabilisieren.
Die Zinsen müssen „für einige Zeit“ angesichts der über dem Ziel liegenden Inflation möglicherweise gehalten werden.
Wenn der Arbeitsmarkt stabil bleibt, müsste man vor einer erneuten Zinssenkung Belege für einen nachhaltigen Rückgang der Inflation sehen.
Zum Zeitpunkt der Niederschrift notiert der US Dollar Index (DXY) bei rund 99,25 und liegt damit am Tag 0,09% im Plus.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.