Die US-Notenbank hat ihren Leitzins unverändert gelassen und signalisiert laut der Nordea-Analystin Sara Midtgaard lediglich eine sehr behutsame Lockerung der Geldpolitik. Demnach wird sowohl für 2026 als auch für 2027 jeweils nur eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet. Midtgaard verweist zudem auf die Betonung der Datenabhängigkeit durch Fed-Chef Powell sowie auf die Unsicherheiten durch geopolitische Entwicklungen. Im Basisszenario von Nordea bleibt die Fed in den kommenden zwei Jahren bei ihrer abwartenden Haltung und zeigt keine Eile für Zinssenkungen.
„Die Federal Reserve hat ihren Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent belassen, was weitgehend den Erwartungen entsprach. Die aktualisierten Projektionen deuten lediglich auf eine schrittweise Lockerung hin, wobei die mittlere Prognose jeweils eine Zinssenkung um 25 Basispunkte in den Jahren 2026 und 2027 vorsieht und damit weitgehend unverändert gegenüber den im Dezember veröffentlichten Projektionen bleibt.“
„Er (Fed-Chef Powell) betonte zudem, dass die Währungshüter die Zinsen erst dann senken würden, wenn es klare Fortschritte bei der Rückführung der Inflation in Richtung des Zielwerts gibt. Die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten erhöht die Unsicherheit sowohl hinsichtlich der Inflation als auch der wirtschaftlichen Entwicklung, weshalb die Fed bereit ist, ihre Geldpolitik anzupassen, sofern eingehende Daten dies erforderlich machen.“
„Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Fed die Zinsen in den kommenden zwei Jahren unverändert lassen wird. Auf Basis der jüngsten Signale besteht kurzfristig kein erkennbarer Druck, die Zinsen zu senken.“