Goldpreis im freien Fall: Margin Calls und Zinsangst drücken Kurs unter 5.000 Dollar
- Gold steckt in einer Handelsspanne um 5.000 USD; wartet auf die Fed-Entscheidung für neuen Antrieb
- Gold erholt sich von einem Monatstief, da geopolitische Spannungen und ein schwächerer USD Unterstützung bieten
- Gold bleibt stark angeboten, richtet den Blick auf das Jahrestief angesichts hawkischer Zentralbanken
- Krypto-Marktübersicht: Bitcoin verliert $70.000, aber ETFs und Wal-Aktivitäten halten – WLD, ZEC und TON führen Verluste an
- WTI steigt aufgrund von Angriffen auf die Energieinfrastruktur im Nahen Osten auf fast 91,00 USD
- Silberpreis-Prognose: XAG/USD bleibt aufgrund verbesserter Marktsentiment unter 30,00 $

Preissturz: Gold (XAU/USD) bricht im asiatischen Handel um über 3,50 Prozent ein und fällt auf 4.910 US-Dollar.
Liquiditätsengpass: Sorgen um KI-Märkte lösen Margin Calls aus – Anleger müssen Gold verkaufen, um Liquidität zu beschaffen.
Zinsfront: Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten dämpfen die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen massiv.
Am Goldmarkt spielen sich am Freitag im frühen asiatischen Handel dramatische Szenen ab. Der Preis für das Edelmetall (XAU/USD) gerät massiv unter die Räder und notiert nach einem Einbruch von über 3,50 Prozent nur noch im Bereich von 4.910 US-Dollar. Händler berichten von einer „Lawine aus Verkaufsorders“, bei der algorithmische Handelssysteme den plötzlichen Kursrutsch offenbar technisch verstärkten.
Ein toxischer Cocktail: Margin Calls treffen auf Zinsangst
Marktbeobachter identifizieren zwei Haupttreiber für den Ausverkauf. Zum einen sorgt die Nervosität rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) für Turbulenzen an den breiteren Finanzmärkten. Diese Unsicherheit führt zu Liquiditätsengpässen bei Investoren.
„Margin Calls haben wahrscheinlich auch zum Ausverkauf beigetragen“, analysiert Nicky Shiels, Leiterin der Metallstrategie bei MKS PAMP SA. Investoren seien gezwungen gewesen, gewinnbringende Positionen in Rohstoffen – einschließlich Edelmetallen – glattzustellen, um Nachschusspflichten zu bedienen und Liquidität bereitzustellen. Gold wird hier Opfer seines eigenen Status als liquides Asset.
Arbeitsmarkt-Daten ersticken Zinshoffnung
Zum anderen wirkt die fundamentale Lage belastend. Die am Mittwoch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) fielen deutlich robuster aus als erwartet und zementierten die Erwartung, dass die US-Notenbank (Fed) ihren restriktiven Kurs länger beibehalten wird.
Laut dem Bureau of Labor Statistics (BLS) schuf die US-Wirtschaft im Januar 130.000 neue Stellen – ein massiver Anstieg gegenüber den nach unten revidierten 48.000 im Dezember. Flankiert wurde dies von einer sinkenden Arbeitslosenquote, die von 4,4 Prozent auf 4,3 Prozent zurückging. Diese Datenfülle entzieht dem zinslosen Gold die Attraktivität, da die Opportunitätskosten für das Halten des Edelmetalls steigen.
Spannung vor den Inflationsdaten
Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun gebannt auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (VPI/CPI) im weiteren Verlauf des Freitags. Ökonomen prognostizieren für Januar sowohl für die Gesamt- als auch für die Kernrate einen Anstieg von 2,5 Prozent im Jahresvergleich.
Diese Zahlen dürften entscheidend für den weiteren Kursverlauf sein: Sollten sich Anzeichen für eine schwächere Inflation zeigen, könnten Wetten auf Zinssenkungen wiederbelebt werden und dem Goldpreis eine kurzfristige Bodenbildung ermöglichen. Bestätigt sich jedoch der Inflationsdruck, droht dem Edelmetall weiteres Ungemach.
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