Ein Devisen-Research-Bericht der Commerzbank von Tatha Ghose befasst sich mit den Aussichten für den Rubel vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen und bestehender Sanktionen. Demnach ergibt sich ein potenziell positives Szenario für die russische Währung, falls es zu einem Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine kommen sollte, was eine Lockerung einzelner Strafmaßnahmen ermöglichen könnte. Insgesamt bleibt der wirtschaftliche Ausblick jedoch angespannt, mit Anzeichen von Belastungen und einer prognostizierten Schwäche der Währung, sofern es zu keinen wesentlichen geopolitischen Veränderungen kommt.
„Alles in allem zeichnet sich ein positives Szenario ab, wenn auch nicht aus den richtigen Gründen. Die US-Regierung versucht, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine auszuhandeln. Berichten zufolge stecken die Verhandlungen an einem komplexen Punkt fest, der territoriale Zugeständnisse umfasst.“
„Es ist nicht unser Basisszenario, dass in diesem Sumpf kurzfristig eine Lösung gefunden wird. Sollte jedoch wider Erwarten eine Einigung erzielt werden, ist davon auszugehen, dass einige der bedeutenden Sanktionen gegen Russland aufgehoben würden.“
„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein positives Szenario in Bezug auf Sanktionen und eingefrorene Vermögenswerte inzwischen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eingepreist sein könnte. Ein Friedensvertrag ist kurzfristig nicht unser Basisszenario. Sollte jedoch eine Lösung gefunden werden, würde der Rubel von den aktuellen Niveaus deutlich aufwerten.“