GBP/JPY erholt sich von den jüngsten Verlusten, die in der vorherigen Sitzung verzeichnet wurden, und handelt während der europäischen Handelsstunden am Montag bei etwa 196,50. Das Währungspaar gewinnt an Boden, da der japanische Yen (JPY) abwertet, während die Bank of Japan (BoJ) unsicher über die wirtschaftlichen Auswirkungen höherer US-Zölle bleibt.
Darüber hinaus steht der japanische Yen (JPY) aufgrund der politischen Unsicherheit im Inland unter Druck, was die Bemühungen der Bank of Japan (BoJ) zur Normalisierung der Geldpolitik weiter behindern könnte. Der Verlust der regierenden Liberaldemokratischen Partei im Juli erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Verzögerungen bei Zinserhöhungen der BoJ.
Unterdessen erklärte der japanische Wirtschaftsminister und Chefverhandler für Handelsfragen, Ryosei Akazawa, am Montag, dass das kürzlich angekündigte Handelsabkommen zwischen den USA und Japan keine rechtlich bindende Verpflichtung darstellt. Akazawa hob hervor, dass eine Investition von 550 Milliarden US-Dollar in den USA letztendlich Japan zugutekommen könnte. Er hofft, das US-Autoabkommen so schnell wie möglich umzusetzen.
Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba erklärte, dass die Regierung bereit sei, einen zusätzlichen Haushalt aufzustellen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der US-Zölle abzufedern, und erkannte den wachsenden politischen Druck nach dem jüngsten Verlust seiner Koalition bei den Wahlen im Oberhaus an.
Das Pfund Sterling (GBP) könnte vor Herausforderungen stehen, da von der Bank of England (BoE) allgemein erwartet wird, dass sie während ihrer geldpolitischen Entscheidung am Donnerstag eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt. Darüber hinaus steigen die Bedenken über die wirtschaftlichen Aussichten und die fiskalische Gesundheit des Vereinigten Königreichs (UK). Die Anleger sind zunehmend pessimistisch hinsichtlich der Wachstumsaussichten Großbritanniens, was die Erwartungen an eine Zinssenkung der BoE im August anheizt.
Obwohl sowohl Zölle als auch Steuern staatliche Einnahmen generieren, die zur Finanzierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen verwendet werden, gibt es einige wesentliche Unterschiede. Zölle werden im Voraus bei der Einfuhr am Hafen entrichtet, während Steuern beim Kaufzeitpunkt bezahlt werden. Steuern werden Einzelpersonen und Unternehmen auferlegt, während Zölle von Importeuren gezahlt werden.
Unter Wirtschaftswissenschaftlern gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Nutzung von Zöllen. Einige argumentieren, dass Zölle notwendig sind, um heimische Industrien zu schützen und Handelsungleichgewichte auszugleichen. Andere sehen Zölle als schädliches Instrument an, da sie langfristig die Preise in die Höhe treiben könnten und durch sogenannte „Auge-um-Auge-Zölle“ einen schädlichen Handelskrieg auslösen könnten.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2024 hat Donald Trump deutlich gemacht, dass er Zölle einsetzen will, um die US-Wirtschaft und amerikanische Produzenten zu unterstützen. Im Jahr 2024 machten Mexiko, China und Kanada 42 % der gesamten US-Importe aus. Laut dem US Census Bureau war Mexiko in diesem Zeitraum mit Exporten im Wert von 466,6 Milliarden US-Dollar der wichtigste Handelspartner. Daher plant Trump, sich bei der Verhängung von Zöllen auf diese drei Länder zu konzentrieren. Außerdem möchte er die durch Zölle generierten Einnahmen nutzen, um die Einkommensteuer für Privatpersonen zu senken.