Das Paar USD/CAD hält im frühen europäischen Handel am Mittwoch positive Notierungen nahe 1,3775. Der US-Dollar (USD) legt gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD) angesichts anhaltender Nachfrage nach sicheren Häfen zu, da die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran weiterhin unsicher sind.
Die iranischen Revolutionsgarden teilten am Mittwoch mit, dass sie Raketen auf Israel sowie auf Militärstützpunkte abgefeuert hätten, auf denen US-Truppen in Kuwait, Jordanien und Bahrain stationiert sind. US-Präsident Donald Trump scheint entschlossen, eine Vereinbarung mit Iran zu erzielen, die auf die Beendigung der Feindseligkeiten im Nahen Osten abzielt.
Iranische Beamte deuteten jedoch an, dass sie es vorziehen, in erneuten diplomatischen Gesprächen mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance statt mit dem Sondergesandten Steve Witkoff oder Jared Kushner zu verhandeln. Der Greenback gewinnt an Stärke, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten den Status als sicherer Hafen fördern.
Die Rohölpreise geben nach, während Händler auf weitere Entwicklungen in den US-Iran-Friedensgesprächen warten. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein bedeutendes ölexportierendes Land ist und niedrigere Rohölpreise in der Regel negative Auswirkungen auf den CAD haben.
Der Gouverneur der Federal Reserve (Fed), Michael Barr, erklärte am Dienstag, dass die Zentralbank die Zinsen „für einige Zeit“ stabil halten müsse, bevor weitere Senkungen gerechtfertigt seien, und verwies auf die weiterhin über dem 2%-Ziel der Fed liegende Inflation sowie die Risiken durch den Konflikt im Nahen Osten.
Fed Funds Futures preisen laut dem CME FedWatch Tool derzeit eine fast 17,7%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Fed-Sitzung im Dezember ein, verglichen mit einer 38,6%igen Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung vor einer Woche.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.